Show Less

Die Wege der Freiheit bei Friedrich Schiller und Jean-Paul Sartre

Series:

Daniela Kemna

Als Zeitzeugen epochaler Ereignisse widmen sich Schiller und Sartre in ihren ästhetischen Schriften der Frage nach der Möglichkeit menschlicher Freiheit im Angesicht der gewaltigen Macht historischer Ereignisse und machen sie zum zentralen Thema ihrer Dramen. Diese Arbeit vergleicht ihre Freiheitskonzepte und untersucht, inwiefern Schiller und Sartre ihre ästhetischen Theorien dramatisch umsetzen und welchen Einfluss die Revolutionen ihrer Zeit auf ihre Dramen nehmen. Während Schiller den Idealismus in einer Krise wähnt und seine moralische Freiheit zu einer existentialistischen wird, mündet Sartres Forderung nach einem politisch engagierten Individuum in unmenschliche Radikalität. Sein Existentialismus wird ungewollt zum Idealismus.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhalt

Extract

Danksagung .......................................................................................................... 7 1. Einleitung ...................................................................................................... 11 2. Freiheit und Idealismus – Schiller als Existentialist ...................................... 17 2.1 Schillers Erhabenheitstheorie aus der Perspektive des 20. Jahr- hunderts .................................................................................................. 17 2.1.1 Erhabenheit und Wille ................................................................. 23 2.1.2 Das Erhabene in der Geschichte .................................................. 27 2.2 Die Aufgabe der Kunst – das „Pathetisch-Erhabene“ ............................ 34 3. Freiheit und Existentialismus – Sartre als Idealist ........................................ 45 3.1 Die Freiheit in Das Sein und das Nichts ................................................. 45 3.1.1 Freiheit und Faktizität ................................................................. 57 3.1.2 Geschichte als Einheit von Freiheit und Notwendigkeit ................ 62 3.2 Die Aufgabe des Schriftstellers – die „littérature engagée“ ................... 66 4. Erhabenheit und Freiheit in ihrer dramatischen Umsetzung ......................... 75 4.1 Wallenstein ............................................................................................. 75 4.1.1 Die Bedeutung des Naturerhabenen ............................................ 77 4.1.2 Die Soldaten – Freiheit als Selbstbetrug ..................................... 81 4.1.3 „Will nicht, was er muß?“ – Wallensteins Konflikt zwischen Freiheit und Notwendigkeit ......................................................... 89 4.1.4 Max und Thekla – Die Macht der Verzweiflung ......................... 97 4.2 Maria Stuart ......................................................................................... 113 4.2.1 Die Bedeutung des Naturerhabenen .......................................... 115 4.2.2 Maria – vom „stolze[n] Herz[en]“ zum erhabenen Charakter? ................................................................................. 116 4.2.3 Elisabeth – die Ohnmacht des eigenen Willens ........................ 131 4.3 Die Jungfrau von Orleans .................................................................... 142 4.3.1 Die Bedeutung des Naturerhabenen .......................................... 145 4.3.2 Johanna von Orléans – religiöser Heroismus und Freiheit ........ 146 10 4.4 Die Fliegen ........................................................................................... 162 4.4.1 Antiker Tragödienstoff und Die Fliegen ................................... 163 4.4.2 Orest – Freiheit durch Schuld ................................................... 167 4.4.3 Elektra – Reue und Unfreiheit ................................................... 183 4.4.4 Ägist und Klytämnestra – Objekte der Anderen ....................... 189 4.5 Tote ohne Begräbnis ............................................................................. 195 4.5.1 Freiheit und Folter ..................................................................... 196 4.5.2 Sorbier und Henri – Lebenssinn durch Selbsterkenntnis und Pflichterfüllung ......................................................................... 201 4.5.3 Lucie – Stolz und (Un-)Freiheit ................................................ 210...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.