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Landeskunde Nord

Beiträge zur 1. Konferenz in Göteborg am 12. Mai 2012

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Edited By Frank Thomas Grub

Landeskunde beinhaltet immer auch eine regionale Perspektive, nicht zuletzt hinsichtlich des Ortes, an dem Forschung und Lehre bzw. Unterricht stattfinden. 2012 wurde deshalb das Netzwerk-Projekt Landeskunde Nord ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, Forschung und Lehre zur germanistischen Landeskunde, insbesondere in den nordischen Ländern, voranzutreiben. Pädagogische Konzepte, die über die fragwürdige Vermittlung von Daten und angeblich typischen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Deutschen, Österreicher und Schweizer hinausgehen, sind rar. Diesem Defizit will der Band in seiner Verbindung von wissenschaftstheoretischer Fundierung und praktischen Beispielen abhelfen. Bei aller Vielfalt der Ansätze zeigen sich auch zahlreiche Gemeinsamkeiten, beispielsweise im Hinblick auf die Ablehnung eines homogenen Kulturbegriffs. Die Beiträge gehen nicht von schematischen Darstellungen mit universalem Anspruch aus, sondern von Phänomenen und Diskursen, wobei die Autorinnen und Autoren auf autonomes und lebenslanges Lernen setzen.

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Einbettungskulturen. Ein semiotisches Konzept zur Handhabung nationaler Kulturunterschiede auch für den Landeskundeunterricht (Christoph Röcklinsberg)

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Einbettungskulturen. Ein semiotisches Konzept zur Handhabung nationaler Kulturunterschiede auch für den Landeskundeunterricht Christoph Röcklinsberg Einleitung Ein wichtiger Bestandteil in den Kursen für Deutsch als Fremdsprache ist auch heute noch – zumindest an den schwedischen Universitäten – die Vermittlung von landeskundlichem Wissen. Wie und in welchem Umfang dieses Wissen am besten vermittelt wird, unterscheidet sich an den verschiedenen Lehrstätten si- cher. Ob und inwieweit die Landeskunde dabei aber auch immer theoretisch oder methodisch aufgearbeitet wird, ist fraglich. Blättert man einschlägige Lehrwerke zur deutschen Landeskunde im Bereich Deutsch als Fremdsprache durch oder besucht Internetportale zu Deutsch als Fremdsprache, sucht man eine Theoretisierung landeskundlicher Fragestellungen zumeist vergeblich, obgleich verschiedene Ansätze hierzu mittlerweile durchaus existieren (vgl. beispielswei- se den Beitrag von Claus Altmayer im vorliegenden Band). Der fehlende Theo- riebezug ist im Grunde überraschend, vor allem wenn man bedenkt, dass in an- deren Kursmomenten und Themenfeldern des Deutschen als Fremdsprache ebenfalls ein theoretischer Bezug eingefordert und gelehrt wird – und dies durchaus zu Recht. Literaturstudien werden auch im Fremdsprachenunterricht mit Bezug auf literaturwissenschaftliche Theorien und Methoden gelehrt und Grammatik wird mithilfe sprachwissenschaftlicher Methoden vermittelt. Wie aber lässt sich die Landeskunde theoretisch angemessen verankern, und welcher Wissenschaftsdisziplin sollte sie zugeordnet werden? In diesem Beitrag soll dieser Frage nachgegangen werden und ein kulturse- miotischer Ansatz vorgestellt werden, mit Hilfe dessen sich landeskundliche Fragestellungen theoretisch verorten lassen und auch praktisch gelehrt werden können.1 Der Artikel versteht sich damit als ein Beitrag im Rahmen einer ‚lin- guistischen Kulturanalyse‘2 bzw. einer...

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