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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

Series:

Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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IN, EIN und INNE(N) in Kombination mit DA, HIER, HER sowie HIN als textverknüpfende Elemente in der Evangelienharmonie des O. Nachtgall (1525)

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Maxi Krause (Caen Basse-Normandie) 1. Einleitung Untersucht werden soll, inwieweit bestimmte invariable Signifikanten konstitutiv sind für den Text, eben weil sie in der Lage sind, Textteile zu verknüpfen, wobei einerseits ihre eigene syntaktische Struktur einer genauen Prüfung unterzogen wird, andererseits aber auch ihre syntaktische Einbindung in den Text und ihre zurück- oder vorauswei­ sende Funktion. Zu fragen ist etwa, ob es Spezialisierungen gibt (z.B . für relative An­ schlüsse), zu fragen ist auch nach eventueller Konkurrenz oder komplementärer D is­ tribution. Es liegt auf der Hand, dass semantische Fragen nicht ausgeklammert werden können. Da eine derartige synchrone Untersuchung prinzipiell auch der diachronen Perspektive1 dienlich sein soll, werden punktuell auch Vergleich m it dem heutigen Sprachgebrauch angestellt. Zur Textgrundlage sei hier nur das Allerwesentlichste ge­ sagt: die Euangelisch hystori des O thmar Nachtgall (latinisiert auch: Ottomarus Lisci- nius) um fasst rund 500 Seiten, wurde 1525 in Augsburg gedruckt und ist eindeutig dem Oberdeutschen zuzuordnen.2 1.1. Zum Korpus Tabelle I verdeutlicht, welche sprachlichen Einheiten in der Euangelisch hystori vertreten sind und in welcher Anzahl. Die Gegenüberstellung der Trefferzahlen aus dem DWDS gestattet einen (sehr groben und rein quantitativen) Vergleich mit dem heutigen Deutsch. Dabei ist zu bedenken, dass in Spalte 2 Zahlen aus einem einzigen Jahr und einem einzi­ gen Werk stehen, in Spalte 3 dagegen Zahlen aus 100 (bzw. 64) Jahren und einer sehr großen Anzahl von Quellen, so dass zum Beispiel die Ziffer 34 (für hierinnen) bei Nacht- gall einer...

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