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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Syntax - Thematik - Textstruktur. Realisationen ihrer Interdependenz in Johannes Aventinus’ „Bayerischer Chronik“ (1526-1533)

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Monika Rössing-Hager (Marburg) 1. Einleitung Eine vorgegebene Thematik und die m it ihrer Darstellung gegebenen Begleitbedin­ gungen - im vorliegenden Fall die Quellenlage für historische Berichte, Abfolge und Gewichtung der them enspezifischen Informationen - , haben wesentliche Einwirkun­ gen sowohl au f die Textkonstitution als auch au f die Syntax, so daß sich eine Korrela­ tion zwischen bestim mten Phänomenen der Satzstruktur und der Textstruktur ergibt. M it der Thematik verbindet sich als Faktor die Darstellungs- und W irkungs-Intention des Autors. Aventin betont in der W idmungsvorrede an die Bayerischen Herzöge W ilhelm und Ludwig, daß seine Baierische chronik n icht einfach eine Übersetzung seiner zuvor verfaßten Annales ducum Boiariae sei, sondern bei aller stofflichen Nähe einer eige­ nen Konzeption folge. Er äußert sich zu den Komponenten, die seine W erkkonzeption bestimmen, hier zusammenhängend (B Chr I,1, S. 5-131), aber auch wiederholt in kur­ zen Bemerkungen oder längeren Kommentaren innerhalb der fortlaufenden Darstel­ lung. Demnach geht es ihm darum, 1) die Geschehnisse vergangener Zeiten, unter Heranziehung aller verfügbaren Q uel­ len, so wahrheitsgetreu wie m öglich und glaubwürdig darzubieten (6.27-7.13; 8.09-21).- A ventin nennt häufig die Quellen, an denen er sich jew eils besonders orientiert, z.T. verbunden m it kritischen Bemerkungen zum Grad der G laubwür­ digkeit. Eine Liste m it zahlreichen seiner Gewährsautoren stellt er zu Beginn der „Bayerischen Chronik“ zusammen (1.11-4.14), 2) die Darstellung in allgemein verständlichem Deutsch abzufassen, d.h. in einer...

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