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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

Series:

Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Zur Methode der (Satz-)Analyse deutscher Barock-Sonette

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Galina Schapovalova (Moskau) 1. Forschungsstand, historischer Hintergrund und Erkenntnisziele Das Sonett ist eine über einen Zeitraum von etwa 800 Jahren bemerkenswert stabile Gedichtform. Im deutschen Barock ist es eine stark vertretene Gattung. Zeitgemäß lässt sich das deutsche Sonett des 17. Jahrhunderts in eine Sprachtradition zuweisen, die nach W. Admoni als die dritte Etappe des Frühneuhochdeutschen bezeichnet ist (Admoni 1990:176f.). In den vorhandenen Arbeiten zur frühneuhochdeutschen Syntax wird es von Prosatexten ausgegangen, in denen der normale Gebrauch nicht von den Bedürfnissen von Reim und Rhythmus beeinflusst wird. Das deutsche Barocksonett ist bisher von der Syntax her noch nicht ausgewertet, Gesamtsatzstrukturen und ihre Auf­ bauprinzipien sind nicht erforscht, die Aspekte der Ermittlung von Gesamtsatzstruktu­ ren und ihrer Textfunktionen nicht behandelt. Aus diesem Grund konzentriert sich die­ se Untersuchung auf methodische Grundlagen. Franz Simmler hat für mehrere Texts­ orten Gebrauchsnormen zur Ermittlung der Makrostrukturen1 des Kapitels und des Absatzes sowie zur Ermittlung der Begrenzung von syntaktischen Strukturen des Ge­ samt- und Teilsatzes erarbeitet2. In dieser Arbeit wird der Konzeption von F. Simmler gefolgt, denn die untersuchten Textexemplare von Barocksonetten weisen nach gram­ matischen Prinzipien gegliederte Strukturen auf, die regelmäßig durch die von F. Simmler ermittelten Repräsentationstypen gekennzeichnet sind, mit der methodischen Erweiterung, die für die Auswertung der Verstexte notwendig ist. Im Folgenden geht es darum, die Ermittlungsverfahren von isoliert gebrauchten einfachen Sätzen bzw. Gesamtsätzen und ihrer Textfunktionen in synchroner Sicht anhand der deutschen Barocksonette vorzuführen, textintern die Repräsentationstypen aus hervorhebenden,...

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