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Kirche in Welt

Christentum im Zeichen kultureller Vielfalt

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Edited By Andreas Hölscher, Anja Middelbeck-Varwick and Markus Thurau

Der christliche Glaube ist durch große kulturelle Vielfalt geprägt, die auf das Selbstverständnis der Kirche als «Weltkirche» einwirkt: Kontextuelle wie interkulturelle Verstehensweisen des weltweiten Christentums gewinnen angesichts globaler Erfahrungsräume zunehmend an theologischer Bedeutung. Die einzelnen Beiträge des Sammelbandes fragen danach, welche Bedeutung regionale Kulturen, Kontexte und das gewandelte globale Weltverstehen für das Christentum besitzen. Europäische wie außereuropäische Räume werden dabei in den Blick genommen, um am Beispiel einzelner Länder, Regionen, Praxen und Personen die jeweiligen Kirchen kennenzulernen und zu erörtern. Die politischen, kulturellen und historischen Rahmenbedingen, in denen sich Ortskirchen vorfinden, werden damit thematisiert.

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Claude Ozankom: Zwischen eigener und fremder Tradition. Einblicke in die religiöse Situation Afrikas

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Claude Ozankom Zwischen eigener und fremder Tradition. Einblicke in die religiöse Situation Afrikas Zu den am stärksten beachteten Aussagen im Zusammenhang mit der zweiten Sondersynode der Bischöfe für Afrika zählt Papst Benedikts Qualifizierung des afrikanischen Kontinents als „riesige[r] geistliche[r] Lunge für [die] Menschheit“.1 Diese Einschätzung erinnert zum einen daran, wie sehr Afrika heutzu- tage gleichsam eine „lehramtliche Wertschätzung“ zuteil wird.2 Zum an- deren – und das ist hier das Wesentliche – verweist diese Äußerung auf die – unbeschadet des unverkennbaren Einflusses des Säkularismus in seinen vielfältigen Spielarten3 – auch heute noch vitale Präsenz der Reli- gionen auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei gilt: Stellten früher die eigenen religiösen Traditionen die alleinigen „Heilsinstanzen“ dar, so ist Afrika inzwischen zur Heimat verschiedener religiöser Sinngebungsgrö- ßen avanciert, die sich zunehmend in einer Situation des Marktes für die attraktivsten Sinnangebote befinden und miteinander konkurrieren.4 Daraus erwächst eine Situation „religiöser Explosion“, die es mit be- sonderem Fokus auf Schwarzafrika zu konturieren und abschließend theologisch aufzuschließen gilt. 1 Benedikt XVI., Predigt während der Eucharistiefeier zur Eröffnung der Zweiten Sonderversamm- lung der Bischofssynode für Afrika am 04. Oktober 2009, http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2009/documents/hf_ben-xvi_ hom_20091004_sinodo-africa_ge.html [09.11.2011]. 2 Dies ist alles andere als selbstverständlich und verdient Respekt in Anbetracht dessen, dass sich die Begegnung zwischen Afrika und dem Christentum abendländischer Prove- nienz vielfach im Horizont einer Geringschätzung der Kulturen und...

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