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Schulische Kinderrechtsbildung in Deutschland

Eine Untersuchung zur Umsetzung des Art. 42 KRK im deutschen Schulwesen

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Torsten Krause

Krause prüft, inwieweit es gelingt, in der Schule einen angemessenen Rahmen für die Vermittlung von Kinderrechten zu etablieren. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne der Bundesländer sowie die verfügbaren Fort- und Weiterbildungsangebote auf Landesebene untersucht. Die Auswertung ergänzt er durch qualitative ExpertInnen-Interviews, die auch für sich gelesen schon wertvolle Schlüsse zulassen. Erfreuliches Fazit der Untersuchung ist das uneingeschränkte Ja zu Kinderrechten, das sich bei allen Interviews und mit Ausnahmen auch in den Rahmenlehrplänen finden lässt. Insgesamt jedoch kommt Krause zu einer kritischen Einschätzung der Kompetenzen und Möglichkeiten der LehrerInnen, sich durch Fort- und Weiterbildung zu Agentinnen und Agenten der Kinderrechte zu entwickeln.

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3 Methoden der Menschenrechtsbildung

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Menschenrechte werden nicht durch ihre Niederschrift und Veröffentlichung realisiert. Sie bleiben solange ohne Wirkung, wie keiner von ihnen weiß.18 Um Wirklichkeit werden zu können, bedarf es des Mittuns jedes einzelnen Men- schen. Deswegen geht es der Menschenrechtsbildung im Kern darum, das Wis- sen über die Menschenrechte zu vermitteln, diese nicht nur für sich selbst son- dern auch für andere zu akzeptieren sowie Menschen in die Lage zu versetzen, gegen Menschenrechtsverletzungen vorgehen zu können.19 Auch Kahane sieht das Ziel der Menschenrechtsbildung darin, jungen Menschen und Erwachsenen ihre Rechte bewusst zu machen. Gleichzeitig verfolgt Menschenrechtsbildung aber auch den Ansatz, über bürgerliche Pflichten zu informieren und damit die Brücke zur Akzeptanz und Wahrnehmung der Rechte von Dritten zu schlagen. Zugleich soll Menschenrechtsbildung die friedliche und demokratische Kon- fliktlösung befördern.20 Dabei zielt die Menschenrechtsbildung explizit auf die (Weiter-)Vermittlung des universellen Wertekanons der Menschenrechte sowie auf deren Bedeutung für einen selbst und andere ab.21 Wetzel geht davon aus, dass erst durch diesen aktiven Prozess des Menschenrechte im Bewusstsein je- des Einzelnen zu verankern die weltweite Akzeptanz und damit auch die welt- weite Geltung der Menschenrechte durchgesetzt werden können. „Daraus ergibt sich die Aufgabe, die Bevölkerung für die eigene Würde und die des Mitmen- schen zu sensibilisieren“.22 Unterstrichen wird dies durch Bielefeldt, der der Meinung ist, Ziel und Maßstab der Menschenrechtsbildung ist die Achtung der Menschenwürde.23 Genau durch dieses Moment fällt der Bildung eine zentrale Rolle...

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