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Eine sprachenübergreifende Ausbildung in der Fremdsprachendidaktik aus studentischer Perspektive

Das «Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik» (IMoF)

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Eva Maria Hirzinger-Unterrainer

Seit 2002 setzt das «Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik» (IMoF) neue Konzepte in der Fremdsprachendidaktikausbildung um, indem es für alle zukünftigen (Fremd-)SprachenlehrerInnen eine sprachenübergreifende und mehrsprachig ausgerichtete Ausbildung anbietet. Diese Studie setzte sich zum Ziel, Erwartungen von Studierenden an die Fremdsprachendidaktikausbildung vor und nach Absolvierung des Modells zu analysieren sowie Unterschiede zwischen Studierenden zu Beginn und am Ende ihrer Ausbildung zu eruieren. Dazu wurden mittels Fragebogen erhobene quantitative Daten mit, aus Leitfadeninterviews gewonnenen, qualitativen Daten ausgewertet und trianguliert. Abschließend werden die Ergebnisse den Intentionen von IMoF gegenübergestellt, woraus Vorschläge für die (Fremd-)Sprachendidaktikausbildung formuliert werden.

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6 Konklusion

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Die vorliegende Arbeit versuchte vor allem Unterschiede in den subjektiven Theorien über das „Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik“ seitens Studierender des IMoF-Eingangsmoduls und jenen des IMoF-Abschlussmoduls zu rekonstruieren. Dazu wurde zum einen zu Beginn des Sommersemesters 2009 eine schriftliche und zum anderen zu Semesterende eine mündliche Befra- gung durchgeführt, deren Ergebnisse gegenübergestellt wurden. Nachfolgend werden diese nun entsprechend von – für eine den aktuellen Forschungsergeb- nissen entsprechende Ausbildung in der Fremdsprachendidaktik – relevanten Prinzipien dargestellt. 6.1 Verzahnung der vier Säulen des Lehramtsstudiums Es sei hier knapp daran erinnert, dass der an der Universität aktuell gültige Stu- dienplan für die Lehramtsstudien – wie auch die Studienpläne an anderen öster- reichischen, teilweise auch deutschen Universitätsstandorten – einen integrati- ven (vs. konsekutiven) Studienaufbau vorsieht, indem die Studierenden Lehr- veranstaltungen aus vier Bereichen, so genannten „Säulen“, absolvieren. Die Studierenden werden in jedem ihrer zwei Unterrichtsfächer im Fach, in der Fachdidaktik, in der Schulpädagogik vorgebildet und durchlaufen zusätzlich schulpraktische Phasen während des Studiums. Diese vier Säulen verlaufen je- doch überwiegend – mit unter 3.1 angeführten Ausnahmen – parallel, ohne sich aufeinander zu beziehen bzw. Verbindungen zueinander herzustellen. Das heißt, die Verknüpfung der angeführten Ausbildungskomponenten stellt sowohl an deutschen als auch österreichischen Universitäten größtenteils ein Desiderat dar. Vielmehr implizieren Lehrende, „dass in den Köpfen der Studierenden jene Synthesen möglich werden, die zu vollziehen sie selbst nicht bereit oder – infolge fortgeschrittenen Spezia- list[Inn]entums – nicht mehr in der Lage...

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