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Abzugsverbote für Betriebsausgaben und Werbungskosten als Verfassungsproblem

Durchbrechungen des objektiven Nettoprinzips im Einkommensteuerrecht

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Jan Gallert

Das Einkommensteuerrecht folgt dem Grundsatz, dass die im Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Einnahmen gemachten Aufwendungen das steuerbare Einkommen der Steuerpflichtigen mindern. Der Autor verankert dieses objektive Nettoprinzip als sogenanntes normgeprägtes Grundrecht im Grundgesetz und formuliert die verfassungsrechtlichen Anforderungen, denen Abzugsverbote für Betriebsausgaben und Werbungskosten als Durchbrechungen des objektiven Nettoprinzips unterliegen. Anhand des entwickelten Kontrollsystems im Dreiklang von Lastenzuteilungsnorm, Lenkungsnorm und Vereinfachungsnorm identifiziert der Autor verfassungswidrige Abzugsverbote im geltenden Einkommensteuerrecht.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung .............................................................................................................. 1 A. Problemstellung ........................................................................................ 1 B. Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu Pendlerpauschale und Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer ....................................................................................... 4 C. Gang der Untersuchung ............................................................................ 7 1. Kapitel: Das objektive Nettoprinzip als ökonomisches Gebot ......................... 9 2. Kapitel: Die einfachrechtliche Ausgestaltung des objektiven Nettoprinzips . 15 A. Das objektive Nettoprinzips in der Systematik des Einkommensteuerrechts ...................................................................... 16 I. Ermittlung der Einkünfte nach dem objektiven Nettoprinzip ......... 16 II. Einkommensbegriff und objektives Nettoprinzip .......................... 19 III. Steuerfreie Einkünfte und objektives Nettoprinzip (§ 3c Abs. 1 EStG) ........................................................................................... 20 B. Prinzipqualität und dogmatische Struktur des einfachgesetzlichen objektiven Nettoprinzips ..................................................................... 22 I. Abzugsverbote als Ausnahme vom Grundsatz der Abzugsfähigkeit .......................................................................... 23 II. Erforderliche Konkretisierungen und rechtfertigungsbedürftige Durchbrechungen des objektiven Nettoprinzips ......................... 27 C. Einfachgesetzlichen Konkretisierungen des objektiven Nettoprinzip im EStG ............................................................................................... 33 I. Die sachliche Ebene der Konkretisierung: Erwerbseinnahmen und Erwerbsaufwendungen ......................................................... 33 1. „Einnahmen“ und „Aufwendungen” ...................................... 33 2. Bewertung nach dem Nominalwertprinzip ............................. 37 VIII 3. Zuordnung von Einnahmen und Aufwendungen zur einkommensteuerlich relevanten Erwerbssphäre ............... 37 a) Das Veranlassungsprinzip .................................................. 39 b) Notwendige, übliche, angemessene Aufwendungen .......... 42 c) Klarstellung des Veranlassungsprinzips in § 12 Nr. 1 EStG ................................................................................ 44 aa) § 12 Nr. 1 Satz 1 EStG .................................................. 44 bb) § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG ................................................. 46 II. Die personelle Ebene der Konkretisierung: Das Kostentragungsprinzip ................................................................ 51 III. Die zeitliche Ebene der Konkretisierung: Zufluss-Abfluss- Prinzip oder periodengerechte Abgrenzung ............................... 53 3. Kapitel: Verfassungsrechtliche Verankerung des objektiven Nettoprinzips .. 57 A. Das nur bedingte Bekenntnis des Bundesverfassungsgerichts zum objektiven Nettoprinzip – Verankerung im Folgerichtigkeitsgebot ... 57 B. Verankerung in der Finanzverfassung? .................................................. 60 I. Der Einkommensteuerbegriff in Art. 106 Abs. 3...

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