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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Hansegeschichte als Regionalgeschichte in der Schule: Herausforderungen und Potentiale: Von Detlev Kraack

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Hansegeschichte als Regionalgeschichte in der Schule: Herausforderungen und Potentiale Von Detlev Kraack Der Umgang mit der vergangenen Wirklichkeit und deren Stellenwert in der öffent- lichen Wahrnehmung verraten viel über das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Beides spiegelt sich etwa in wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen, in Rundfunk- und Fernsehbeiträgen, in den Themen von Gesellschaftsspielen und deren Computer- und online-Varianten und – anlässlich von Jubiläums- und Gedenk- veranstaltungen – im öffentlichen Diskurs von Reden und Kommentaren wider.1 Es gilt aber nicht zuletzt auch für die Art und Weise, in der Geschichte im Schulbuch2 und in der unterrichtlichen Wirklichkeit der Schule vermittelt wird. Von daher betrachtet stellt sich die schulische Vermittlung von Geschichte gerade in Deutschland als ein Abbild des gesellschaftlichen Wandels und als eine Funktion der Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts dar. Von einem strengen, an Lehrervortrag und stark reproduktiven Schüleranteilen orientierten Unterricht bis zu freien Vermittlungsformen, entdeckendem Lernen und der ganz bewussten Verlagerung des Unterrichtsgeschehens an außerschulische Lernorte führt hier ein bisweilen an Trends und Marotten der modernen Geschichtsdidaktik angelehnter Weg vom Gestern ins Heute. Dabei ist das Fach Geschichte der Tendenz nach nicht nur gegenüber seinen jüngeren Schwestern „Wipo“ („Wirtschaft und Politik“) und „Politischer Weltkunde“ sondern auch und vor allem vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen im schulischen Alltag im steten Rückzug begriffen. Das verrät schon ein Blick auf die zusammengestrichenen Stundentafeln und auf die Ausdün- nung der Themen und Inhalte in den geltenden Lehrplänen: Der Trend weg...

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