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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Edited By Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Betrachtungen zum Wandel in der Raumgestaltung und Bildertopografie der Marienkirche zu Lübeck zu Beginndes 16. Jahrhunderts: Eine Studie zur Stiftungstätigkeit und Repräsentation der Fernhandelskaufleute im Kirchenraum: Von Sandra Braun

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Betrachtungen zum Wandel in der Raumgestaltung und Bildertopografie der Marienkirche zu Lübeck zu Beginn des 16. Jahrhunderts: Eine Studie zur Stiftungstätigkeit und Repräsentation der Fernhandelskaufleute im Kirchenraum Von Sandra Braun Am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wird seit kurzer Zeit ein Dissertationsprojekt durchgeführt, dessen Ziel die systematische Erfassung und vergleichende Analyse einer Gruppe südniederländischer Altarbild- werke sowie die Untersuchung der historischen und kulturellen Transformations- und Wandlungsprozesse im Ostseeraum am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit ist. In den Jahrzehnten um 1500 entstanden in der Welthandels- metropole Antwerpen zahlreiche großformatige Flügelretabel mit vergoldeten und polychromierten Skulpturen im Schrein und niederländischen Tafelmalereien auf den Außenflügeln, die in nur kurzer Zeit zu einem gefragten Exportgut in ganz Europa wurden (Abb. 1). Auffällig ist das Auftreten topographischer Verdichtungs- felder im Rahmen des Absatzes südniederländischer Bildwerke: Das ist zum einen Deutschland mit der niederrheinisch-westfälischen Region als dem wichtigsten Zentrum und zum anderen der Ostseeraum. Die weitreichenden Exportbewegungen der südniederländischen Altarbildwerke in den Ostseeraum sind dabei von besonderer Bedeutung, da der Ostseeraum einen bis zum Ende des 15. Jahrhunderts relativ einheitlichen kunstgeographischen Großraum darstellte, der fast ausschließlich von norddeutschen Kunstwerken von der westlichen Ostseeküste mit Lübeck als dem wichtigsten Zentrum dominiert wurde. An den südniederländischen Importwerken im Ostseeraum zeigt sich hingegen um 1500 eine Favorisierung der südnieder- ländischen Tafelmalerei (Popularisierungsprozess) und der damit verbundenen charakteristischen Gestaltungsmittel sowie...

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