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Denkmalrecht

Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Italien

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Christian Dietrich

Die Erhaltung von Denkmälern ist unabdingbar für die Erhaltung und den Bestand eines menschenwürdigen Daseins. Die Arbeit widmet sich dem rechtlichen Komplex des Denkmalschutzes in Italien und Deutschland und bietet einen umfassenden Überblick zu diesem Thema. Auf dem Wege einer vergleichenden Betrachtung werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Denkmalschutzes beider Länder aufgezeigt, untersucht und auch kontrovers diskutiert. In Deutschland wird sich im Wesentlichen auf die Rechtslage in Nordrhein-Westfalen konzentriert. Zur richtigen Einordnung der heutigen Normen in den jeweiligen rechtlichen Kontext beinhaltet die Arbeit zudem eine kurze Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Denkmalschutzes in Deutschland und Italien.

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1 Einleitung

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„die Wissenschaft ist zur Landesjurisprudenz degradiert, die wissenschaftlichen Gränzen fallen in der Jurisprudenz mit den politischen zusammen. Eine de- müthigende, unwürdige Form für eine Wissenschaft! Aber es hängt nur von ihr selber ab, jene Schranken zu überspringen und den Charakter der Universalität, den sie so lange besaß, in einer anderen Form als vergleichende Jurisprudenz sich für alle Folgezeiten zu sichern. Ihre Methode wird eine andere, ihr Blick ein weiterer, ihr Urteil ein reiferes, ihre Behandlung des Stoffes eine freiere werden, und so wird der scheinbare Verlust in der That zu ihrem wahren Heile ausschla- gen, sie auf eine höhere Stufe der wissenschaftlichen Thätigkeit erheben.“ Rudolph von Jhering1 1.1 Forschungsfrage/tertium comparationis Jede Rechtsvergleichung dient dem Ziel, Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Rechtsordnungen oder bestimmter Teile davon darzustellen. Vor- liegend bildet der Denkmal-/Kulturgüterschutz in Deutschland und Italien den Gegenstand der Untersuchung. Der Denkmalschutz nimmt in beiden Ländern einen gesellschaftlich aner- kannt hohen Rang ein. Der wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Wert wird heute nicht mehr in Abrede gestellt, das Gegenteil ist der Fall. Die Erhaltung von Denkmälern ist unabdingbare Voraussetzung für die Ermögli- chung des Bestandes und der Fortentwicklung eines menschenwürdigenden Da- seins. Diesen anthropozentrischen Gesichtspunkt hat nicht ganz unzutreffend das Verwaltungsgericht München in einem Urteil von 1974 mit „Psychotop- schutz“ bezeichnet.2 Die Erkenntnis, dass Denkmäler einmalig und unwieder- bringlich sind, hat das denkmalschutzrechtliche Bewusstsein der Menschen ge- stärkt und findet heute im alltäglichen Leben...

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