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Denkmalrecht

Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Italien

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Christian Dietrich

Die Erhaltung von Denkmälern ist unabdingbar für die Erhaltung und den Bestand eines menschenwürdigen Daseins. Die Arbeit widmet sich dem rechtlichen Komplex des Denkmalschutzes in Italien und Deutschland und bietet einen umfassenden Überblick zu diesem Thema. Auf dem Wege einer vergleichenden Betrachtung werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Denkmalschutzes beider Länder aufgezeigt, untersucht und auch kontrovers diskutiert. In Deutschland wird sich im Wesentlichen auf die Rechtslage in Nordrhein-Westfalen konzentriert. Zur richtigen Einordnung der heutigen Normen in den jeweiligen rechtlichen Kontext beinhaltet die Arbeit zudem eine kurze Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Denkmalschutzes in Deutschland und Italien.

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5 Ergebnis der Untersuchung

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Im Rahmen der Untersuchung konnte die Forschungsfrage beantwortet werden, indem die unterschiedlichen aber auch ähnlichen Regelungen einer gemein- samen Rechtsproblematik – die des rechtlichen Denkmalschutzes – herausge- arbeitet wurden. Beide Länder verfügen über rechtliche Instrumentarien, die in der Praxis ei- nen grds. funktionierenden Denkmalschutz gewährleisten. Ein Großteil der dies- bezüglichen Regelungen ist ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Im Wesentlichen verfolgen die jeweiligen Denkmalschutzgesetze zwei Zie- le: erstens die Erhaltung von Kulturgut und (damit) zweitens dessen öffentliche Nutzung. Ansonsten unterscheiden sich die Zielsetzungen nur im Detail. Erstrebt werden die Erhaltung, die wissenschaftliche Erforschung und die öffentliche Nutzung von Kulturgütern.1884 Letztere wird als Schutzzweck in Italien stärker betont, was in der ausgeprägten Sozialbindung des Eigentums begründet liegt.1885 Beide Rechtsordnungen unterscheiden nach den Aufgabenbereichen Denk- malschutz und Denkmalpflege. Die jeweils ähnlichen Abgrenzungsschwierig- keiten der Begriffe1886 sind in Italien in der Praxis problematischer, weil an die Begrifflichkeiten unterschiedliche (Verwaltungs- und) Gesetzgebungskompe- tenzen anknüpfen.1887 Aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes ist der gemeinsame Aufgaben- bereich wenig verwunderlich. Historischer Ausgangspunkt war die jeweilige Bewunderung für die Antike.1888 In der neueren Zeit traten gemeinsame Einflüs- se aufgrund europarechtlicher/europäischer1889 und internationaler1890 Überein- künfte hinzu, auch der internationale Wissensstand und -austausch hat zum jet- zigen Aufgabenbereich beigetragen. Es ist einhelliger Erkenntnisstand, dass der Erhalt kultur-/kunsthistorischer Werte identitätsstiftend wirkt und eine Nutzung 1884 Vgl. Punkt 4.1.1 und 4.1.2. 1885 Vgl. Punkt 3.2.2 und 4.3. 1886 Vgl. Punkt 4.1.1 (Deutschland/NRW) und 4.1.2 sowie 4.1.2.1 (Italien). 1887 Vgl. Punkt 4.1.2.1. 1888...

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