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Geschlechtsunterschiede bei motivationalen Faktoren im Kontext des Englischunterrichts

Eine empirische Studie zu Motivation, Selbstkonzept und Interesse im Fach Englisch in der Sekundarstufe I

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Stefanie Fuchs

In der Studie werden ausgewählte Erklärungsansätze zur Entstehung psychologischer Geschlechtsunterschiede argumentativ gegenübergestellt und mit schulischen Interessenunterschieden verknüpft. Die quantitative Befragungsstudie erfasste, zur Beantwortung der Frage nach Geschlechtsunterschieden im vermeintlich mädchenorientierten Englischunterricht, verschiedene motivationale Merkmale der Jugendlichen gegenüber dem Fach insgesamt, den Kompetenzbereichen und ausgewählten fiktiven Unterrichtsabläufen. Im Ergebnis zeigen sich keine einheitlichen Geschlechtsunterschiede zugunsten der Mädchen, was interessante Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Verwertung der Befunde in Theorie und Praxis zulässt.

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4 Historische Entwicklung der Erforschung und Erklärung von Geschlechtsunterschieden

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In der Forschungsliteratur und auch außerhalb des schulischen und wissen- schaftlichen Kontextes begegnen einem oftmals folgende Fragen: Sind Ge- schlechtsunterschiede tatsächlich so gravierend, dass man sie weiter erforschen muss? Gibt es sie grundsätzlich überhaupt oder sind sie nur ein Produkt der So- zialisation? Ganz gleich wie man eine der beiden Fragen beantworten würde: An Aktualität hat die Thematik keineswegs verloren. Möglicherweise ist die Frage nach Unterschieden zwischen Männern und Frauen eine deshalb so brisante For- schungsfrage, weil sie für jeden Menschen (be-)greifbar zu sein scheint (vgl. Schmenk, 2002, S. 125). Dass dieses Thema nicht nur die Wissenschaft per se, sondern auch die Politik beschäftigt, zeigen zahlreiche bildungspolitische Pro- jekte, die für die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Männern und Frauen plädieren (z. B. BMFSFJ, 2012). Dabei setzt man sich nicht ausschließlich mit Leistungsdifferenzen in Schule und Studium auseinander, sondern befasst sich zum Beispiel ebenso mit der ökonomischen Situation von Frauen und Männern. Letztendlich ist auch die Bildungsbeteiligung von Mädchen und Jungen ein poli- tisches und wirtschaftliches Thema (s. Kap. 3; BJK, 2009, S. 30f.). Die beiden folgenden Unterkapitel betrachten zum einen die historische Entwicklung von gesellschaftlichen Geschlechtsstereotypen und Rollenbildern (Unterkap. 4.1), zum anderen bildungshistorische Aspekte (Unterkap. 4.2). Die- se Ausführungen sind insofern bedeutsam für die eigene Arbeit, als dass sie ei- nerseits verdeutlichen wie Geschlechterstereotype und Rollen in der Gesell- schaft sowie in der Wissenschaft verankert sind. Andererseits zeigt sich mit die- ser...

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