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Wie flektieren Schulkinder die Vergangenheitsformen starker Verben?

Untersuchungen zu Dritt-, Fünft- und Siebtklässlern

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Sonja Wonner

Das Buch ist besonders von Interesse für Linguisten, Psycholinguisten, Sprachdidaktiker und Lehrer. Die umfangreiche Studie mit 146 Schulkindern untersucht, wie sich die Präterital- und Partizipformen starker Verben von der 3. über die 5. zur 7. Jahrgangsstufe entwickeln. Daten sind Bildergeschichten und Lückentexte, zwei in der Schulpraxis häufig verwendete Textsorten. Beide beeinflussen die Fehlerhäufigkeit in der Präteritalbildung. Detaillierte Fehleranalysen zeigen, wie sich die Strategien der Schulkinder verändern. Formen wie * schwimmte, * schwammte oder * schwumm sind Ausprägungen verschiedener Entwicklungsphasen, die anhand eines Modells erläutert werden.

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II. Empirischer Teil

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99 8. Methode Das achte Kapitel enthält die Beschreibung der insgesamt 146 Probanden der 3., 5. und 7. Jahrgangsstufe (8.1). Anschließend werden das Design (8.2), die Testdurch- führung (8.3) und die Kodierung und Auswertung der Daten (8.4) erläutert. 8.1 Probanden Für die empirische Erhebung wurden fünf Gruppen von Schulkindern getestet: • 30 Schulkinder der 3. Jahrgangsstufe aus zwei Grundschulen in Niederbayern (3GS) • 29 Realschüler der 5. Jahrgangsstufe in Niederbayern (5RS) • 28 Gymnasiasten der 5. Jahrgangsstufe in Oberschwaben (5Gym) • 29 Realschüler der 7. Jahrgangsstufe in Niederbayern (7RS) • 30 Gymnasiasten der 7. Jahrgangsstufe in Oberschwaben (7Gym) Alle Probanden sind mit der Muttersprache deutsch aufgewachsen. Einige der Schulkinder aus Niederbayern sprechen Dialekt.38 Bei den Realschülern und den Gymnasiasten wird aufgrund ihres Besuchs einer weiterführenden Schule davon ausgegangen, dass sie (mindestens) eine durchschnittliche Intelligenz aufweisen. Um Lernschwächen oder Lernbehin- derung bei den Drittklässlern auszuschließen, wurde ein Grundintelligenztest durchgeführt. Der Test (Weiß 1998a) stellt die deutsche Adaption des „Culture Fair Intelligence Test – Scale 2“ von Cattell (1960) dar. Der Kurztest setzt sich aus vier Subtests zusammen, die aus sprachfreien, in zeichnerischer Form dargestell- ten und nach steigender Schwierigkeit geordneten Einzelaufgaben bestehen. Sie überprüfen die Fähigkeiten in den Bereichen Reihenfortsetzen, Klassifikationen, Matrizen und topologische Schlussfolgerungen. Der erreichte Wert stellt ein gu- tes Maß für die „allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit“ (Weiß 1998a, 28) dar. Um sicherzugehen, dass die Drittklässler über einen Wortschatz in der Al- tersnorm verfügen, wurde als...

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