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Bildungsstandards Geschichte

Bestandsanalyse, Standardkonzeption und Aufgabenentwicklung für das Fach Geschichte am Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungskompetenz und des Werteverständnisses

Martin Sachse-Weinert

Dieses Buch entwickelt auf Basis internationaler Diskussionen im Bereich der schulischen Pädagogik Standards für den gymnasialen Geschichtsunterricht. Nach den PISA-Studien besteht weiterhin die Notwendigkeit einer fachlichen Weiterentwicklung und der Implementierung nachhaltiger Standards in Bildung und Kompetenzorientierung. Mit Hilfe aktueller pädagogischer Theorien und der Auswertung gegenwärtiger Trends der Schulforschung werden Konzepte, Kompetenzen und Standards für das Fach Geschichte evaluiert. Dabei wertet der Autor zahlreiche nationale und internationale Beispiele empirischer Bildungsforschung aus, um eine enge Kombination von Theorie und Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards zu ermöglichen.

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1. Einführung in die Themenstellung

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11 1. Einführung in die Themenstellung Erziehung und Bildung gehören zu den grundlegenden Aspekten im Kontext schulischer Ausbildung1. Freilich gab es kaum eine Zeit zuvor, in der beide Be- griffe und die aus ihnen zu folgernden Handlungen so umstritten waren, in der beide Begriffe so im Interesse einer breiten Öffentlichkeit und damit nicht zu- letzt im Wandel begriffen waren wie heutzutage2 – eine Situation, die Erinnerun- gen an die späten 1960er und frühen 1970er Jahre hervorruft, als Georg Picht die deutsche „Bildungskatastrophe“ angemahnt hatte.3 Diese heutige Entwicklung hängt mit mehreren Faktoren zusammen. An erster Stelle sind hier die Nach- und Auswirkungen internationaler Schulleis- tungs- bzw. Vergleichsstudien zu nennen (vor allem PISA 2000 und PISA 2003, IGLU), welche insbesondere in Deutschland das Vertrauen in die Qualität des Bildungssystems – bundesweit bzw. bezogen auf ein einzelnes Bundesland –, in 1 Vgl. zum genaueren Verständnis der Begriffe die Definitionen in Kap. 2; dort finden sich auch die entsprechenden Belege für diese Behauptung. 2 Diese These wird natürlich immer wieder aufs Neue erhoben und von den Vertretern unterschiedlicher Zeiten für sich reklamiert; zu belegen ist sie für unseren Zeitraum aufgrund der Dauer und Intensität der aktuellen bildungspolitischen Diskussionen und schulischen Veränderungen. Hinweis darauf sind zudem die zahlreichen Initiativen, Stiftungen u. Ä., die sich vermehrt und gezielt in die bildungspolitische Diskussion einschalten (vgl. beispielsweise das Forum Bildung, das 2006 seine Empfehlungen vorlegte, die sog. Frankfurter Erklärung vom 10. Oktober 2005, die entsprechenden Anmerkungen der Heinrich-B...

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