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Mediation in Wandelzeiten

Kreative Zugänge zur interkulturellen Konfliktbearbeitung

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Edited By Claude-Hélène Mayer and Elisabeth Vanderheiden

Migration und Zuwanderung von Menschen nach Europa erfordern neue Ansätze in interkultureller Mediation und Konfliktbearbeitung. In diesem Sammelband kommen 13 Autor_innen zu Wort, die innovative und kreative Konzepte zur Mediation und Konfliktbearbeitung vorstellen und diskutieren. Dabei stehen neue theoretische, methodologische und praktische Zugänge zur Mediation im Vordergrund der Diskurse. Diese Diskurse tragen dazu bei, Mediation interdisziplinär und interkulturell neu zu beleuchten und anzuwenden.

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Einleitung ([Claude-Hélène Mayer] [Elisabeth Vanderheiden])

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Claude-Hélène Mayer und Elisabeth Vanderheiden Einleitung Welt im Wandel Die Welt, Europa und Deutschland sind in Bewegung und von weitreichenden Umbruchsprozessen gekennzeichnet. Mediation ist ein Verfahren der friedlichen Konfliktbeilegung, das in diesen Zeiten des schnellen, globalen und gesellschaft- lichen Wandels als ein Instrument gewaltfreier Konfliktlösung eingesetzt werden kann. Dabei ist Wandel definiert als 1. „sich [grundlegend] verändern; eine andere Form, Gestalt o.Ä. bekommen; in seinem Wesen, Verhalten o.Ä. anders werden 2. zu etwas anderem werden; sich verwandeln 3. anders werden lassen, verändern 4. zu etwas anderem werden lassen, verwandeln 5. (Rechtssprache) (einen Kauf- oder Werkvertrag als Käufer oder Besteller) durch einseitige Erklärung rückgängig machen 6. langsam, mit gemessenen Schritten, meist ohne einem Ziel zuzusteuern, gehen, sich fortbewegen 7. (biblisch) in einer bestimmten Weise leben, seinen Lebenswandel führen.“ (Duden 2016). Die hier benannten Bedeutungsdimensionen scheinen die aktuelle Lage in vielen Teilen der Welt und auch in Deutschland gut zu charakterisieren: Die globalen Umbruchs- und Konfliktphänomene führen zu massiven Fluchtbe- wegungen, die implizieren, dass nicht nur Individuen, sondern auch ganze Systeme bis hin zu Staaten und Gesellschaften „eine andere Form und Gestalt bekommen…, in ihrem Wesen anders werden“. Dies gelingt in dieses Zeiten der Wandel nicht immer „langsam, mit gemessenen Schritten“, denn die Her- ausforderungen, die es zu bewältigen gilt, sind für die betroffenen Menschen, aber auch die Systeme, von existentieller Natur, existentiell in dem Sinne, dass sie für das Über-Leben von wesentlicher Bedeutung sind. Dabei trifft...

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