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Mediation in Wandelzeiten

Kreative Zugänge zur interkulturellen Konfliktbearbeitung

Series:

Edited By Claude-Hélène Mayer and Elisabeth Vanderheiden

Migration und Zuwanderung von Menschen nach Europa erfordern neue Ansätze in interkultureller Mediation und Konfliktbearbeitung. In diesem Sammelband kommen 13 Autor_innen zu Wort, die innovative und kreative Konzepte zur Mediation und Konfliktbearbeitung vorstellen und diskutieren. Dabei stehen neue theoretische, methodologische und praktische Zugänge zur Mediation im Vordergrund der Diskurse. Diese Diskurse tragen dazu bei, Mediation interdisziplinär und interkulturell neu zu beleuchten und anzuwenden.

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Neue Perspektiven zur interkulturellen Mediation

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Lena Brode Mediation auf Kuba Wie werden Konflikte im realsozialistischen Umfeld gelöst? Abstract Lena Brode focuses on mediation in Cuba and provides responses to the question of what this context-specific mediation characterises. In the following, she discusses what media- tors in German contexts might learn from the Cuban experiences and viewpoints. Mediation auf Kuba wurde bislang kaum untersucht. Diese explorative Studie stellt die Methode der Konfliktbearbeitung in kubanischem Kontext vor. Auf interpretativer Ebene werden Einblicke in die praktische Anwendung des Mediationsverfahrens gewonnen und gezeigt, inwieweit das theoretische Konzept in die kubanische Lebensrealität eingebettet ist. Es zeigt sich, dass es auf theoretischer Ebene eine intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen der Mediation gibt, welche sich vor allen Dingen in der kubani- schen Literatur zur Mediation widerspiegelt. Die Grundprinzipien und Phasen der westlich geprägten Mediation werden in diversen Fortbildungen weitergegeben, welche Kommuni- kationstechniken anhand von Simulationen lehren. Den kubanischen Mediator*innen fehlt es allerdings noch an Möglichkeiten, ihr theoretisches Wissen auch in reellen Konflikten anzuwenden. Der Entwicklungsprozess, in welchem ein westlich geprägtes Modell unter neue Vorzeichen gesetzt wird und dadurch eine Neuinterpretation erfährt, kann auch für den Kontext eines „neuen“, multikulturellen Deutschlands sehr aufschlussreich sein. Inwie- weit beeinflussen kulturspezifische Besonderheiten den Prozess einer Konfliktlösung? Was können Mediator*innen und Mediand*innen im deutschen Kontext von der kubanischen Studie lernen? Was ist überhaupt das Neue an dem Modell, was sich in Kuba zu entfalten scheint, oder ist es unterm Strich dem Deutschen doch sehr ähnlich...

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