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Origenes’ tropologische Hermeneutik und die Wahrheit des biblischen Wortes

Ein Beitrag zu den Grundlagen der altchristlichen Bibelexegese

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Dieter Lau

Der Autor thematisiert die Funktion der Tropologie in Origenes’ Hermeneutik und Exegese. Er behandelt dessen Tropus-Begriff, Methodologie und Zeichentheorie. In diesem Kontext klärt er die Methode des Alexandriners, biblische Ausdrücke nach dem heuristischen Prinzip der doppelten Bezugswelt als Tropen zu identifizieren und diese nach ihrer Zugehörigkeit zum üblichen Sprachgebrauch oder zur Welt der Spiritualität zu kategorisieren. Die Darstellung der origenischen Dialektik führt dem Leser das begriffliche Arsenal vor Augen, mit dessen Hilfe der Exeget der Bibel deren geistige Bedeutung erschließt. Unter dem Aspekt «Wahrheit und Methode» erörtert der Autor den Erkenntniswert der analysierten Interpretationstheorie. Die Studie erhellt, die Tradition einbeziehend, die bibelhermeneutische Theoriebildung im antiken Christentum.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung 15 a. Der Begriff der tropologischen Hermeneutik im Kontext der origenischen Bibelhermeneutik 15 b. Einschlägige Forschung. Thematik der vorlie- genden Untersuchung 24 I. Origenes’ tropologische Terminologie 31 a. Der Tropen-Bestand 31 b. Definition und systematische Einordnung spezieller tropologischer Termini 36 1. Allegorie (λληγορα), Rätsel (ανιγµα) 37 2. Parabel (παραβολ),Ähnlichkeitsrede (µοι της), Verähnlichung (µοωσις) 42 3. Sprichwort, Bildrede (παροιµα) 48 4. Dunkelrede (σκοτεινςλ γος) 49 5.Antiphrasis (ντφρασις) 51 6. Katachrese (κατ χρησις) 52 7.Metonymie (µετωνυµα),Synekdoche (συνεκδοχ) 56 c. Die generellen Termini der Wortfamilie τρ πος 59 II. Methodologie der origenischen Hermeneutik 77 a. Allgemeine methodische Prinzipien 77 b. Methodische Prinzipien der tropologischen Hermeneutik 91 c. Resümee 93 III. Die Feststellung der Tropizität biblischer Ausdrücke und der Anwendungsbereich der tropologischen Hermeneutik 95 a. Der Begriff der doppelten Bezugswelt 96 1. Die Bedeutungskonstitution des sprachlichen Zeichens in der Bezugswelt des Rezipienten 96 11 7 2. Die den Bezugswelten der corporalia und der spiritalia entsprechende Differen- zierung der biblischen Bedeutungsebenen, des Tropizitäts- und Eigentlichkeits- Begriffs 100 b. Die Begriffe der Inkompatibilität und des Gott- geziemenden als Bestimmungskriterien der Tropizität 107 c. Umfang und Notwendigkeit der tropologischen Exegese 116 IV. Die Erschließung des τροπικς λεγµενον und ihr ontologisch-logisches Instrumentarium 125 a. Das „Zwei-Welten“-Paradigma: Sinnenwelt und Geistwelt 125 b. Seinsebene und Sprachebene 134 c. Die Überbrückung der getrennten Seinsbereiche durch Analogie, Homonymie und Ähnlichkeit 140 1. Analogie 140 α.Der terminologische Befund 140 β.Onto-theologische Grundlegung und Struktur der Analogie 143 γ.Analogie als Denkform 147 2. Homonymie 149 α.Die Tradition des origenischen Homonymie-Begriffs 149 β.Homonymie-Kenntnis und biblische Exegese 153 γ. Homonymie und...

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