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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Edited By Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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4. Anton Friedrich Büsching – ein deutscher Russlandkenner der Aufklärungszeit (Probleme der Forschung)

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4.Anton Friedrich Büsching – ein deutscher Russlandkenner der Aufklärungszeit (Probleme der Forschung)

Leben und Werk Anton Friedrich Büschings dürften in diesem Kreis nicht so gut bekannt sein, dass ich sofort in medias res gehen könnte. Daher möchte ich zumindest in Stichworten die Hauptstationen seines Lebens rekapitulieren. Dabei stütze ich mich auf Publikationen, die ich in den letzten Jahren über ihn und sein Wirken veröffentlicht habe.1

Geboren 1724 in Stadthagen als Sohn eines Notars, besuchte er nach der Stadtschule seiner Heimatstadt zuerst die Oberklasse der dortigen Lateinschule in Halle, dann studierte er an der Universität. Da er von seinem Elternhaus keine ausreichende Unterstützung erhalten konnte, musste er sich seinen Lebensunterhalt durch Unterricht an den Schulen der Franckeschen Stiftungen verdienen. Nach Abschluss des Studiums wurde er Hauslehrer in der Familie v. Lynar, sein Brotherr wurde in dieser Zeit als Vertreter des dänischen Hofes nach Petersburg geschickt, wohin ihn Büsching mit seinem Zögling begleitete. Nach Beendigung der Hauslehrerzeit kehrte Büsching ← 41 | 42 → nach Halle zurück, erhielt bald darauf eine Berufung nach Göttingen als außerordentlicher Professor an die Philosophische Fakultät mit der Aussicht auf eine Professur an der Theologischen Fakultät. 1761 folgte er dem Ruf nach Sankt Petersburg als zweiter Prediger an die dortige Peterskirche. Zu den Aufgaben des zweiten Predigers gehörte die Leitung der bei dieser Kirche bestehenden Schule, die er grundlegend reformierte und zu einer vorbildlichen Lehranstalt in Russland...

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