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Mehrsprachigkeit und Englischunterricht

Fachdidaktische Perspektiven, schulpraktische Sichtweisen

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Jenny Jakisch

Die Autorin untersucht aus der Perspektive der Englischdidaktik, welchen Beitrag der Englischunterricht zur Entwicklung individueller Mehrsprachigkeit leisten kann. Sie skizziert potenzielle Mehrsprachigkeitsfelder und gibt Einblicke in die Sichtweisen der Beteiligten, die über eine Befragung von über 250 Schülerinnen und Schülern und 15 Lehrkräften rekonstruiert wurden. Dabei zeigt sich, dass nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken mit einer Öffnung des Englischunterrichts für Mehrsprachigkeit verbunden sind. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis des im Schulalltag Möglichen bei und geben wichtige Impulse für die weitere fremdsprachendidaktische Forschung.
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5 Die empirische Studie: Methodische Überlegungen

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Nachdem im theoretischen Teil die für den Gegenstandsbereich relevanten Diskurse dargestellt und mögliche sich aus einer Öffnung des Englischunterrichts für das Lernziel Mehrsprachigkeit ergebende Fragestellungen erörtert wurden, richtet der nun folgende empirische Teil das Augenmerkt stärker auf die Perspektive der Akteure, die diese Entwicklung anregen (Lehrer) bzw. von ihr profitieren sollen (Schüler). Um dabei ein vorschnelles Verfolgen methodischer Trends und die Gefahr eines von „pragmatischer Hemdsärmeligkeit“ (KELLE 2008: 9) geleiteten unreflektierten Methodeneinsatzes zu vermeiden, werden zunächst Überlegungen zur empirischen Annäherung an das Untersuchungsfeld präsentiert. Da sich ein gutes empirisches Design vor allem durch Gegenstandsangemessenheit auszeichnet und folglich die ‚Passung‘ zwischen Thema und Forschungsmethode von zentraler Bedeutung ist, sollen zunächst die Ziele der Untersuchung und die sich daraus ergebenden Forschungsfragen in gebündelter Form beschrieben werden (Kap. 5.1).

Anlage und Konzeption eines Forschungsdesigns sind nicht zuletzt von den die Forschenden leitenden Grundannahmen und ihren eigenen subjektiven Theorien59 bestimmt, sodass diese expliziert werden müssen (Kap. 5.2). Es handelt sich dabei allerdings weniger um im Verlauf der Studie zu verifizierende bzw. zu falsifizierende Erklärungsansätze, sondern um begründete Annahmen, die handlungsleitenden Charakter für mich hatten.

Das für diese Untersuchung gewählte Forschungsdesign, d.h. der kombinierte Einsatz quantitativer und qualitativer Methoden, ist nur verständlich vor dem Hintergrund der Tradition der jeweiligen Forschungsansätze, die heute weniger als unüberwindbare Paradigmen denn als sich komplementär ergänzende Annäherungsmöglichkeiten an...

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