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Mehrsprachigkeit und Englischunterricht

Fachdidaktische Perspektiven, schulpraktische Sichtweisen

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Jenny Jakisch

Die Autorin untersucht aus der Perspektive der Englischdidaktik, welchen Beitrag der Englischunterricht zur Entwicklung individueller Mehrsprachigkeit leisten kann. Sie skizziert potenzielle Mehrsprachigkeitsfelder und gibt Einblicke in die Sichtweisen der Beteiligten, die über eine Befragung von über 250 Schülerinnen und Schülern und 15 Lehrkräften rekonstruiert wurden. Dabei zeigt sich, dass nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken mit einer Öffnung des Englischunterrichts für Mehrsprachigkeit verbunden sind. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis des im Schulalltag Möglichen bei und geben wichtige Impulse für die weitere fremdsprachendidaktische Forschung.
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7 Ergebnisse der Lehrerinterviews

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Im Folgenden werden die Ergebnisse der 15 Lehrerinterviews präsentiert. Bedingt durch die Reichhaltigkeit der Daten kann es dabei nicht Ziel sein, das Material erschöpfend zu behandeln und alle angesprochenen Themen vollständig aufzudecken. Ausgehend von den im Interviewleitfaden formulierten Leitfragen sowie den die Untersuchung leitenden Forschungsfragen liegt der Schwerpunkt vielmehr auf der Darstellung solcher Themenfelder, deren Rekonstruktion für das Erkenntnisinteresse der Arbeit relevant ist. Ich beginne mit einer Vorstellung der Befragten (Kap. 7.1) und gehe dann auf die von den Lehrern genannten Gründe und Motive für das Fremdsprachenlernen ein (Kap. 7.2). Es folgt eine Analyse der in den Interviews angestellten Überlegungen zur Mehrsprachigkeit (Kap. 7.3). Kap. 7.4 widmet sich dem für die Untersuchung zentralen Thema „Englischunterricht als Vorreiter für weiteres Sprachenlernen“. In Kap. 7.5 folgt eine Erweiterung hin zum vernetzenden Fremdsprachenlernen im Allgemeinen, bevor die Resultate zusammengefasst und diskutiert werden (Kap. 7.6).

Wenn dabei von einzelnen Gesprächspartnern vertretene Positionen wiedergegeben werden, geht es nicht darum, ihnen eine besonders mehrsprachigkeitsförderliche Haltung zu attestieren oder andere Lehrer als weniger offen für diese Ideen zu charakterisieren. Vielmehr spiegeln die Aussagen der Lehrer – den Expertenbegriff aufgreifend – vorherrschende Denkweisen und dominierende Orientierungen der Akteure des schulischen Handlungsfelds wider und dienen daher der Illustrierung der gebildeten Kategorien. Sie lassen aber keine Rückschlüsse auf das ‚Gesamtverhalten‘ der befragten Englischlehrerinnen und -lehrer oder die tatsächliche Art ihrer Unterrichtsgestaltung zu. Die Interviews sind daher als Momentaufnahmen zu verstehen, anhand derer sich nur...

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