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Mehrsprachigkeit und Englischunterricht

Fachdidaktische Perspektiven, schulpraktische Sichtweisen

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Jenny Jakisch

Die Autorin untersucht aus der Perspektive der Englischdidaktik, welchen Beitrag der Englischunterricht zur Entwicklung individueller Mehrsprachigkeit leisten kann. Sie skizziert potenzielle Mehrsprachigkeitsfelder und gibt Einblicke in die Sichtweisen der Beteiligten, die über eine Befragung von über 250 Schülerinnen und Schülern und 15 Lehrkräften rekonstruiert wurden. Dabei zeigt sich, dass nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken mit einer Öffnung des Englischunterrichts für Mehrsprachigkeit verbunden sind. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis des im Schulalltag Möglichen bei und geben wichtige Impulse für die weitere fremdsprachendidaktische Forschung.
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8 Mehrsprachigkeit im Englischunterricht fördern: Möglichkeiten und Grenzen

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Mit Hilfe der theoretischen Überlegungen aus Teil I der Arbeit sowie über die in Teil II rekonstruierten Schüler- und Lehrersichtweisen konnte ein differenziertes Bild des untersuchten Gegenstandes gewonnen werden. Dabei wurde deutlich, dass ‚Theorie‘ und ‚Praxis‘ zum Teil eng beieinander liegen, was mögliche Komponenten eines mehrsprachigkeitsförderlichen Englischunterrichts angeht, dass es aber – vor allem mit Blick auf die Praktikabilität – auch Divergenzen zwischen beiden Handlungsfeldern gibt. Die beiden Perspektiven auf „Mehrsprachigkeit und Englischunterricht“ sollen im nun folgenden Kapitel zusammengeführt werden. Da das Anliegen der Untersuchung nicht zuletzt darin bestand, die oftmals getrennt wahrgenommenen Bereiche der ‚Theorie‘ (= fachdidaktische Forschung, wie sie an der Universität verortet ist) und der ‚Praxis‘ (= unterrichtliches Handeln, wie es in der Schule stattfindet) miteinander zu verbinden, werden dazu an beide Zielgruppen adressierte Anregungen und Wünsche formuliert (Kap. 8.1).

Unter Berücksichtigung der bestehenden Möglichkeiten und Grenzen wird in einem zweiten Schritt in Form von Thesen der Beitrag des Faches Englisch zur Entwicklung von Mehrsprachigkeit konkretisiert (Kap. 8.2). Ich greife dafür die zuvor dargestellten Überlegungen abstrakterer Natur auf, gehe nun aber stärker auf das ein, was mit Bezug auf den Unterrichtsalltag möglich ist. Bedingt durch die Anlage der Arbeit kann es dabei nicht Ziel sein, ein Konzept für einen mehrsprachigkeitsförderlichen Englischunterricht zu entwickeln. Auch die Ergebnisse selbst lassen es nicht zu, ein in sich geschlossenes Modell für den Unterricht in der 1. Fremdsprache Englisch aufzustellen. Was die Resultate aber sehr wohl gestatten,...

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