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Religion – Macht – Freiheit

Deutsches Neuland: Eine Zwischenbilanz

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Edited By Thomas Brose

Zwar schreitet die Säkularisierung in Europa voran, aber der Prozess einer Re-Spiritualisierung gewinnt an Fahrt. Fragen, die unsere Gesellschaft unabhängig von konfessionellen Bindungen bewegen, lauten: Worauf können wir uns verlassen? Was sind Werte, die wirklich zählen? Braucht Europa das Christentum? Aber auch: Welche Gefahren birgt Religion in sich? Können moderne Menschen mit guten Gründen glauben?
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Weltbilder – Bildwelten. Das Medium Fernsehen und die Macht des Zeigens

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Weltbilder – Bildwelten.Das Medium Fernsehen und die Macht des Zeigens

Hans-Joachim Höhn

„Die Welt sieht so aus, wie wir sie ansehen!“ – in dieser These steckt mehr als eine Wortspielerei. Sie enthält im Kern die Grundidee jener „cultural turns“, der seit geraumer Zeit die Geistes- und Sozialwissenschaften folgen.1 Bei dieser Wende geht es nicht um eine Abkehr vom Gegenstand der Erkenntnis, sondern um eine Hinwendung zur Art und Weise, wie dieser Gegenstand sich zeigt, gesehen und gedeutet wird. Vor allem geht es um eine Analyse der Medien, die dabei im Spiel sind. Medien sind Wahrnehmungslieferanten und Aufmerksamkeitsfilter für das, was in der Welt geschieht. Wer also wissen will, in welcher Welt wir leben, sollte sich anschauen, wie wir uns Bilder von ihr machen und wie wir diese Bilder herumzeigen. Die Welt und die Bilder von ihr sind buchstäblich „Ansichtssachen“. Sie werden vermittelt von Medien, die nicht nur etwas zeigen, sondern auch zeigen, wie man etwas sehen und zeigen kann. Beim „medial turn“ steht daher weniger das Abgebildete im Zentrum. Vielmehr verschiebt sich das Erkenntnisinteresse auf den Vollzug des Abbildens, Zeigens und Sehens und auf die Wahrnehmung dieser Vollzüge.2 Daraus ergibt sich auch ein neuer Zugang, um die Bedeutung medialer Macht zu analysieren. Denn der Kampf um Macht ist stets auch ein Kampf um Bilder. Zwar wechseln beständig die Schauplätze und die Beteiligten, aber die Logik der Macht- und Bilderkämpfe bleibt gleich: Es geht darum, die Macht über die Macht der...

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