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Die Patriotische Gesellschaft in Bern und Isaak Iselins Anteil an der europäischen Geschichtsphilosophie

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Margret Genna-Stalder and Lars Lambrecht

Das Buch präsentiert zwei sehr unterschiedliche Textformate: eine Forschungsarbeit von 1974 zur «Patriotischen Gesellschaft in Bern», die jetzt erstmalig gedruckt vorliegt, und eine vorläufige Dokumentation zum Anteil des Basler Ratsherrn Isaak Iselin (1728–1782) an der europäischen Geschichtsphilosophie. Iselin war Gründungsmitglied der Berner Gesellschaft und Autor der ersten deutschsprachigen Geschichtsphilosophie. Die gegenseitige Bezugnahme der beiden Studien zum «Ursprung» des geschichtsphilosophischen Denkens und dem simultanen Beginn der Patriotischen Gesellschaften am Beispiel der Berner zeigt vor allem eins: Sie macht den Anspruch jener Aufklärer plausibel, die theoretische Entwürfe mit der sozioökonomischen Praxis im Bestreben um politische Reformen verbunden wissen wollten.
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I. Die Entstehung der Patriotischen Gesellschaft

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Die Entstehungsgeschichte der Patriotischen Gesellschaft ist eng mit jener ihrer berühmten Schwester, der Helvetischen Gesellschaft, verknüpft. Der Ursprung beider Gesellschaften, sowohl der im Mai 1761 erstmals locker formierten Helvetischen Gesellschaft als auch der im März 1762 fest gegründeten Patriotischen Gesellschaft, ist in den Korrespondenzen zu finden, die junge schweizerische Patrizier verschiedener Orte im Sommer 1760 miteinander geführt haben.

Bekanntlich wurde im April 1760 das 300-jährige Jubiläum der Universität Basel gefeiert. Am Ende der Feierlichkeiten beschlossen der Basler Ratsschreiber Iselin und seine zu Ehren der Basler Universität hergereisten Zürcher Freunde Salomon Hirzel, Salomon Gessner und Hans Heinrich Schinz, sich im nächsten Jahr in einem etwas erweiterten Kreise irgendwo wieder zu treffen1. Diese Vereinbarung löste viele Briefe aus zwischen Iselin und einigen seiner Freunde, mit denen er in einem steten Briefwechsel stand. Bereits am 29. April 1760 schrieb er an Salomon Hirzel:

„Wir (Iselin und seine Frau) denken nie ohne Entzückung an die freundschaftliche Tagsatzung, welche uns so reizende Tage verspricht. Ich habe verschiedenen meiner Freunde schon darüber geschrieben und sie dazu eingeladen.“2

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