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Die Patriotische Gesellschaft in Bern und Isaak Iselins Anteil an der europäischen Geschichtsphilosophie

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Margret Genna-Stalder and Lars Lambrecht

Das Buch präsentiert zwei sehr unterschiedliche Textformate: eine Forschungsarbeit von 1974 zur «Patriotischen Gesellschaft in Bern», die jetzt erstmalig gedruckt vorliegt, und eine vorläufige Dokumentation zum Anteil des Basler Ratsherrn Isaak Iselin (1728–1782) an der europäischen Geschichtsphilosophie. Iselin war Gründungsmitglied der Berner Gesellschaft und Autor der ersten deutschsprachigen Geschichtsphilosophie. Die gegenseitige Bezugnahme der beiden Studien zum «Ursprung» des geschichtsphilosophischen Denkens und dem simultanen Beginn der Patriotischen Gesellschaften am Beispiel der Berner zeigt vor allem eins: Sie macht den Anspruch jener Aufklärer plausibel, die theoretische Entwürfe mit der sozioökonomischen Praxis im Bestreben um politische Reformen verbunden wissen wollten.
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5. Nachtrag und Ausblick

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Wie sehr die bereits zeitgenössischen ‚deutschtümelnden‘ Kritiken an der Aufklärung und insbesondere an Iselin bis auf weitaus spätere Urteile wirkten, wären hier kaum der Rede wert, wenn sie nicht, wie es etwa exemplarisch an Meiners, Rosenkranz oder am Literaturwissenschaftler Hettner zu demonstrieren ist, die Strategie einer von Anfang an und schlussendlich vernichtenden Ehrabschneidung verdeutlichen könnten. Dazu genügt nur ein kurzer Nachtrag.

Die These von K. Rosenkranz (1805–1879) in seinem Vortrag zum Krönungsfeste Preußens 1835 Das Verdienst der Deutschen um die Philosophie der Geschichte lautete:

„Nur aus dem Deutschen Volke konnte der Gedanke einer wahrhaften Philosophie der Geschichte entspringen, weil es in seiner Selbstständigkeit zugleich der demüthigsten Hingebung an das Fremde fähig ist. […] Der philosophische Trieb der Deutschen verrieth sich in der Geschichte frühzeitig durch ein Gemisch an Reflexion und Empirie, welches die Einseitigkeit der Franzosen und der Engländer unbewußt aufzuheben und durch eine glückliche Einheit beider Elemente auszugleichen suchte.“ Rosenkranz benannte als Referenzen für diese Auffassung: „Gatterer, Remer, Schlözer, Beck, Spittler, Eichhorn u.a.“274

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