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Schreibberatung und Schreibförderung: Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis

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Edited By Sandra Ballweg

Schreibberatung und Schreibförderung an Schulen und Hochschulen werden mit unterschiedlichen Ausrichtungen und in verschiedenen Formaten betrieben. Die Beiträge in diesem Band beleuchten theoretische Grundlagen, stellen Ergebnisse empirischer Forschung vor und geben Impulse für die praktische Ausgestaltung von Schreibförderangeboten. Dabei nehmen die Autorinnen und Autoren verschiedene Fachperspektiven ein – von Deutsch- und Schreibdidaktik über Linguistik und Fremdsprachendidaktik bis hin zu Psychologie und Pädagogik – und spannen den Bogen von den Merkmalen wissenschaftlicher Texte mit ihren kulturspezifischen Besonderheiten über das Schreiben in den Fächern und den Umgang mit Mehrsprachigkeit bis hin zur konzeptionellen und organisatorischen Gestaltung von Schreibzentren.

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Henriette Bertram (Kassel) - Schreibberatung für die Generation 1.5

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Henriette Bertram (Kassel)

Schreibberatung für die Generation 1.5

Abstract This chapter focuses on the term “Generation 1.5” and aims to raise awareness of this particular group of students. It gives an overview of the characteristics, strengths and difficulties of Generation 1.5 students regarding the composition of academic papers. Subsequently, implications for the teaching of writing as well as some measures and techniques that have been successful with Generation 1.5 students will be discussed.

1. Einleitung

Etwa seit Beginn der 1990er Jahre taucht in der US-amerikanischen Schreibforschung immer häufiger die „Generation 1.5“ als Untersuchungsgegenstand auf (Roberge 2009: 5). Mit diesem Begriff sind Personen gemeint, die sich „zwischen“ der ersten und der zweiten Einwanderergeneration befinden: Sie sind als Kinder oder Jugendliche migriert und haben einen Teil ihrer schulischen Ausbildung im Zielland absolviert. Die dort gesprochene Sprache beherrschen sie sehr gut (vgl. Harklau et al. 1999: 4). Aufgrund ihrer speziellen Biografien und der damit einhergehenden Spracherwerbsprozesse fällt vielen das Schreiben jedoch schwer. Im deutschsprachigen Raum findet der Begriff Generation 1.5 bislang kaum Verwendung, da Generation 1.5-Lernende als eine Teilgruppe von DaZ-Lernenden betrachtet werden. Diese Zuordnung ist folgerichtig, beachtet aber einige Besonderheiten der Generation 1.5 nicht. Auch das häufig gebrauchte Schlagwort „Personen mit Migrationshintergrund“ subsumiert sehr viele denkbare Biografien und ist zudem umstritten, so dass die Nutzung eines sowohl weniger negativ belegten als auch differenzierteren Begriffs sinnvoll erscheint.

Nur wenige Angehörige der Generation 1.5 nehmen ein...

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