Show Less
Restricted access

Deutsche und kroatische Idiome kontrastiv

Eine Analyse von Ausdruck und Funktion

Anita Pavic Pintaric

Gegenstand dieser Monographie ist die kontrastive Untersuchung der deutschen und kroatischen Idiome auf Grund ihrer Merkmale der Expressivität, Emotionalität, der Modifizierbarkeit und Übersetzbarkeit, sowie ihrer Funktionen. Ziel ist es, Idiome im Deutschen und Kroatischen aus mehreren Blickwinkeln in Bezug auf die innere Beteiligung der Autoren in unterschiedlichen Texten zu untersuchen und zu vergleichen. Die Materialbasis bilden journalistische und literarische Texte als Quellen verschiedener Fallstudien.
Show Summary Details
Restricted access

4. Klassifikation der Idiome

Extract

← 30 | 31 →

4.  Klassifikation der Idiome

Grundsätzlich ist es, angesichts der offenen Grenzen des Gebietes und der sachgegebenen Unschärfe der Kategorien, weder möglich noch wünschbar, eine exhaustive Klassifikation und entsprechende Terminologie zu erstellen. (Burger, Dobrovol’skij, Kühn, Norrick 2007: 6)

Phraseme weisen viele Struktur- und Funktionsmöglichkeiten auf. Aus diesem Grund bestehen viele unterschiedliche Klassifizierungsmöglichkeiten. Zuerst wird zwischen Phraseologie im engeren und Phraseologie im weiteren Sinne unterschieden. Phraseme im engeren Sinne haben folgende Eigenschaften: relative syntaktische Festgeprägtheit und Reproduzierbarkeit, Polylexikalität, Stabilität und Idiomatizität. Idiome haben alle genannten Eigenschaften und gehören folglich zum Kernbereich der Phraseologie. Sie stellen die zentrale Kategorie dar und können nach verschiedenen Kriterien weiter unterteilt werden, z. B. in grammatischer Hinsicht in substantivische, adjektivische, verbale und andere Nominationseinheiten. Földes (2007: 424) unterscheidet Klassifikationen „morphosyntaktischer, semantischer und pragmatischer Prägung. Dabei gilt grundsätzlich: Typologien gründen sich entweder (a) auf ein gemeinsames Ordnungsprinzip für alle Einheiten, d. h. man operiert aufgrund eines Kriteriums oder (b) auf eine Merkmalsmatrix, d. h. man setzt zwei oder mehr Kriterien ein“. Anhand von mehreren Kriterien überwiegen in der Klassifikation12 sog. Mischklassifikationen, die auf morphosyntaktischen und semantischen Kriterien beruhen (vgl. auch Korhonen 2002: 402). Denn wie Burger (2010: 33) schreibt, „eine asketische Beschränkung auf ein Klassifikationskriterium, wie das gelegentlich gefordert wurde, beispielsweise auf das syntaktische, hat sich als wenig produktiv erwiesen“.

Trotz der genannten Problematik nennen Burger/Dobrovol’skij/Kühn/Norrick (2007: 4)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.