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Deutsche und kroatische Idiome kontrastiv

Eine Analyse von Ausdruck und Funktion

Anita Pavic Pintaric

Gegenstand dieser Monographie ist die kontrastive Untersuchung der deutschen und kroatischen Idiome auf Grund ihrer Merkmale der Expressivität, Emotionalität, der Modifizierbarkeit und Übersetzbarkeit, sowie ihrer Funktionen. Ziel ist es, Idiome im Deutschen und Kroatischen aus mehreren Blickwinkeln in Bezug auf die innere Beteiligung der Autoren in unterschiedlichen Texten zu untersuchen und zu vergleichen. Die Materialbasis bilden journalistische und literarische Texte als Quellen verschiedener Fallstudien.
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5. Kontrastive Phraseologieforschung

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5.  Kontrastive Phraseologieforschung

Vorhandensein von Übereinstimmungen, Ähnlichkeiten und Unterschieden in den zum Vergleich anstehenden Sprachen / Sprachvarietäten; innersprachliche Beschreibung, d. h. das Untersuchungsfeld ist qualitativ zu umschreiben und quantitativ zu inventarisieren; Vergleichbarkeit; Ermittlung einer Invariante oder Bezugsgröße, von der aus Ähnlichkeiten und Unterschiede beurteilt werden; Einsatz eines einheitlichen theoretischen Konzepts für die Interpretation der Erscheinungen in den kontrastierten Sprachen / Sprachvarietäten. (Földes 1996: 15)

Phraseologie ist mit der Tradition, Geschichte und Kultur eines Volkes verbunden (vgl. Menac 1978, Turk 1994, Dobrovol’skij / Piirainen 2002). So beeinflusst die Phraseologie einer Sprache eine andere Sprache, mit der sie in Kontakt kommt. Eine kontrastive Analyse bereichert unser Wissen über Phraseologie im Allgemeinen (vgl. Hessky 1987: 2), und die Resultate solcher Analysen können im Fremdsprachenunterricht, in der Übersetzung und Lexikographie von Nutzen sein (vgl. Fleischer 1982: 30). Dobrovol’skij (2007: 443) nennt praktisch orientierte Ziele: (a) Gegenüberstellung zweier Sprachen L1 und L2; (b) die kontrastive Analyse auf synchroner Ebene, auf der Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt werden sollten.

In den 1980er Jahren unterschieden viele Phraseologieforscher „Vergleich“ und „Kontrast“ zweier oder mehrerer Sprachen. Verglichen werden demnach nur verwandte Sprachen, kontrastiert werden nur nicht-verwandte Sprachen. Korhonen (2007: 574) gibt einen Überblick über die Entwicklung der kontrastiven Forschung in der Phraseologie. Die Kontrastivität bezog sich in der Phraseologie in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts auf die Gegenüberstellung von Einzelsprachen, und zwar mit einem Interesse an Herkunft, Verbreitung und Entlehnung...

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