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Deutsche und kroatische Idiome kontrastiv

Eine Analyse von Ausdruck und Funktion

Anita Pavic Pintaric

Gegenstand dieser Monographie ist die kontrastive Untersuchung der deutschen und kroatischen Idiome auf Grund ihrer Merkmale der Expressivität, Emotionalität, der Modifizierbarkeit und Übersetzbarkeit, sowie ihrer Funktionen. Ziel ist es, Idiome im Deutschen und Kroatischen aus mehreren Blickwinkeln in Bezug auf die innere Beteiligung der Autoren in unterschiedlichen Texten zu untersuchen und zu vergleichen. Die Materialbasis bilden journalistische und literarische Texte als Quellen verschiedener Fallstudien.
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8. Modifikation von Idiomen

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8.  Modifikation von Idiomen

Bei Modifikation handelt es sich um kreative, bewusste, einmalige Variation eines Phraseologismus in einem bestimmten Textzusammenhang. (Stammel 2009: 293)

Eines der wichtigsten Merkmale von Idiomen, ihre lexikalische Stabilität, ist tatsächlich nicht bei allen Idiomen zu beobachten (vgl. Burger 2010: 23). Bei den meisten Idiomen besteht die Möglichkeit einzelne ihrer Bestandteile zu ersetzen und zwar durch Variation und Modifikation. „Für viele Phraseologismen gibt es nicht eine, vollständig fixierte Nennform (d.i. die Grund- und Normalform, in der der Phraseologismus im Wörterbuch aufgeführt wird), sondern zwei oder mehrere sehr ähnliche Varianten“ (Burger 2010: 24). Des Weiteren unterscheidet Burger (ibid.) grammatische Varianten in einer Konstituente (oder mehreren Konstituenten) des Phrasems, z. B. sein Hand / seine Hände im Spiel haben; zwei oder mehr lexikalische Varianten einer Konstituente (sowohl Substantiv, Verb, Adjektiv als auch Präposition, Konjunktion usw.), z. B. bis zum/bis über den Hals; ein schiefes Gesicht machen/ ziehen; eine kürzere und eine längere Variante des Phrasems, z. B. sich etw. im Kalender anstreichen / sich etw. rot im Kalender anstreichen; variable Reihenfolge der Konstituenten besonders bei komparativen und bei satzwertigen Phrasemen, z. B. aussehen wie Milch und Blut / wie Milch und Blut aussehen; Varianten aufgrund der externen Valenz, z. B. sich die Schuhsohlen ablaufen nach etw./um etw. zu bekommen, jmdm./für jmdn. eine Extrawurst braten.

Auf der anderen Seite ist Modifikation die okkasionelle, für die Zwecke eines...

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