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Staatenlexikon Afrika

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage

Edited By Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon Afrika bietet Hintergrundinformationen zur Geschichte und Gegenwart der unabhängigen afrikanischen Staatenwelt. Detaillierte Länderdarstellungen zeigen, welche Institutionen, Personen und Vorstellungen im Wechselspiel der Kräfte die Realität Afrikas prägen. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingte Prozesse. Den Hintergrund für das Verständnis der aktuellen Situation afrikanischer Staaten bieten die Geschichte des Kontinents von der vorkolonialen Zeit bis zur Unabhängigkeit, die Entwicklung der Nord-Süd-Beziehungen im 20. Jahrhundert und die Beschreibung der unterschiedlichen Strategien der beteiligten politischen und sozialen Kräfte. Ein Grundlagenwerk für alle, die sich mit Afrika beschäftigen.
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Kenia

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Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Einem Sprichwort zufolge bekommt Uganda eine Lungenentzündung, wenn Kenia Schnupfen hat. Anhand dieses Sprichworts lässt sich die große regionale Bedeutung Kenias ablesen. Gleichzeitig ist Kenia aber auch global von großer strategischer und ökonomischer Bedeutung. Seine Topographie und geografische Lage spielt dabei eine große Rolle. Kenia hat Grenzen zu Tansania, Uganda, Äthiopien und Somalia. Seine Nähe zu den großen afrikanischen Seen und den dortigen Krisengebieten (im Ostkongo, in Ruanda und Burundi) verstärken die Bedeutung. Durch den bedeutendsten Hafen an der afrikanischen Ostküste (Mombasa) sind mehrere Länder wie Somalia oder die Demokratische Republik Kongo von Kenia abhängig.

Das Land auf der Höhe des Äquators prägen abwechslungsreiche Klimazonen und Naturräume. So ist der Mount Kenya mit fast 5.200 m der zweitgrößte freistehende Schneegipfel Afrikas. Allerdings schmilzt die Schneekappe, da zu wenig Regen fällt, um die geschmolzenen Massen an Schnee und Eis auszugleichen.

Kenia teilt sich auf in heiße Ebenen an der Küste mit 2000 m hohen Hochplateaus, Halbwüsten im Landesinneren (Osten und Süden) und Trockensavannen im Norden. In den tieferen Lagen wie am Lake Turkana in North Eastern oder an der Küste wird es auch wärmer als 30 °C und selten kühler als 22 °C, während die trockeneren Hochebenen mit ihrem moderaten Klima selten über 30 °C kommen, dafür im Winter auf 6 °C...

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