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Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel

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Martin Pabst

Wie definieren sich Städtereformationstypen? Der Autor stellt die «Typus-Angebote», die die Forschung bisher zur Unterteilung benannt hat, grundsätzlich in Frage und entwickelt eine eigene klassifikatorische Methode der Typologisierung. Er beleuchtet dabei umfassend die Faktoren, die dem reformatorischen Geschehen in einer Stadt ihre besondere Prägung geben konnten. Das Ergebnis ist ein Katalog von 89 Fragen zu Rahmenbedingungen, Ereignissen und Formen der Reformation in einer Stadt. Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse die neue Analysemethode bringen kann, zeigt die praktische Anwendung im zweiten Teil des Buchs. Am Beispiel Rigas zeichnet der Autor ein konkretes – und vergleichbares – Profil des reformatorischen Geschehens der Stadt.
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Einführende Gedanken (Johannes Honsig-Erlenburg)

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Johannes Honsig-Erlenburg

Einführende Gedanken1

Kunst ist heute der große Recyclingbetrieb für Sinn: bis hinein in die Alltagsästhetik. Traditionell sollte die akademische Philosophie diesen Markt betreuen, doch vernachlässigt sie schon lange, die einfachen, großen Fragen zu beantworten, die jeden Menschen betreffen: etwa jene nach Tod und Unsterblichkeit oder nach der Einzigartigkeit der menschlichen Vernunft in der Natur, nach der Chance des Guten angesichts der Grausamkeit des Menschen, nach der Chance der Vernunft in der Geschichte. Sie werden letztlich nur mehr durch die Kunst nachvollziehbar verkörpert und gestellt, ja mehr noch: sie erreichen den Menschen nur mehr über die Kunst.2

Dieses bislang unveröffentlichte Zitat von Michael Fischer stelle ich dem Eröffnungsteil „Kultur“ unserer zweitägigen Gedenktagung für Michael Fischer voran. Die Befassung mit, wohl auch die Suche nach dem Sinn des Lebens war bestimmend für den Politikwissenschaftler, Soziologen und Philosophen Michael Fischer. Bestimmend war für ihn auch, sich an die „einfachen und großen Fragen“ nicht mit dem Blick aus dem elfenbeinernen Turm des akademischen Politikwissenschaftlers, Soziologen oder Philosophen heranzuwagen; interessiert und berührt hat ihn immer wieder und mit zunehmendem Alter immer mehr die Kunst als menschliches Kulturprodukt, als das Ergebnis kreativer Prozesse.

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