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Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel

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Martin Pabst

Wie definieren sich Städtereformationstypen? Der Autor stellt die «Typus-Angebote», die die Forschung bisher zur Unterteilung benannt hat, grundsätzlich in Frage und entwickelt eine eigene klassifikatorische Methode der Typologisierung. Er beleuchtet dabei umfassend die Faktoren, die dem reformatorischen Geschehen in einer Stadt ihre besondere Prägung geben konnten. Das Ergebnis ist ein Katalog von 89 Fragen zu Rahmenbedingungen, Ereignissen und Formen der Reformation in einer Stadt. Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse die neue Analysemethode bringen kann, zeigt die praktische Anwendung im zweiten Teil des Buchs. Am Beispiel Rigas zeichnet der Autor ein konkretes – und vergleichbares – Profil des reformatorischen Geschehens der Stadt.
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Der Wunsch nach Wachstum: Empirische Evidenz und wirtschaftspolitische Perspektiven (Johannes Hofstätter / Walter Scherrer / Hannes Winner)

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Johannes Hofstätter / Walter Scherrer / Hannes Winner

Der Wunsch nach Wachstum: Empirische Evidenz und wirtschaftspolitische Perspektiven

1. Einleitung

In einem jüngst erschienenen Buch vertritt der chilenisch-amerikanische Physiker César Hidalgo die These, dass – bedingt durch die relative Position der Erde im Sonnensystem – alle Vorgänge auf Erden letztlich auf Zufall basieren. Im Verlauf der Geschichte konnten Natur und Mensch durch Sammeln von Information den Umgang mit derartig zufälligen Ereignissen ständig verbessern. Dies hat nach Ansicht des Autors zwangsläufig Wachstum ausgelöst und inhärent alle biologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Prozesse beeinflusst (cf. Hidalgo 2015). Unabhängig von einem möglichen anthropologischen Automatismus existiert in modernen Gesellschaften häufig auch ein Wunsch nach Wachstum. Wirtschaftswachstum wird als Triebfeder des Wohlstands verstanden, welche es rechtfertigt, nahezu alle wirtschaftlichen Handlungen danach auszurichten. Gegenstimmen verweisen hingegen auf die natürlichen Grenzen des Wachstums und führen dabei sozial und ökologisch bedenkliche Begleiterscheinungen eines „ungezügelten“ Wachstums ins Treffen.1

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