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Bildungsstandards Geschichte

Bestandsanalyse, Standardkonzeption und Aufgabenentwicklung für das Fach Geschichte am Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungskompetenz und des Werteverständnisses

Martin Sachse-Weinert

Dieses Buch entwickelt auf Basis internationaler Diskussionen im Bereich der schulischen Pädagogik Standards für den gymnasialen Geschichtsunterricht. Nach den PISA-Studien besteht weiterhin die Notwendigkeit einer fachlichen Weiterentwicklung und der Implementierung nachhaltiger Standards in Bildung und Kompetenzorientierung. Mit Hilfe aktueller pädagogischer Theorien und der Auswertung gegenwärtiger Trends der Schulforschung werden Konzepte, Kompetenzen und Standards für das Fach Geschichte evaluiert. Dabei wertet der Autor zahlreiche nationale und internationale Beispiele empirischer Bildungsforschung aus, um eine enge Kombination von Theorie und Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards zu ermöglichen.
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10. Praxisbeispiele für Testaufgaben

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Eine Möglichkeit für eine Aufgabenstellung, die sich beispielsweise im historischen Bereich anbietet und sich aus unseren gewählten Standards ableiten lässt (von der griechischen Demokratie über mittelalterliche Herrschaftsformen, neuzeitliche Nationalstaatsideen und die nationalsozialistische Diktatur bis hin zum modernen europäischen Parlamentarismus), ist die Betrachtung von Regierungsformen, die zugleich unserem Anliegen der Wertorientierung entgegenkommt:

„Auch durch entsprechende Unterrichtsstrategien kann sie [= die Schule; Anm. d. Verf.] eine Werteklärung befördern: Das Verständnis des Zusammenhangs sich wandelnder basaler Wertorientierungen mit historisch unterschiedlichen Regierungsformen ist sowohl didaktisch vermittelbar wie abprüfbar.“885

Schließlich wurde eine Forderung JOACHIM DETJENS mit in Betracht gezogen, nämlich dass die „Politische Bildung […] verstärkt das politische Urteilen auf der Basis von Fallanalysen üben“886 sollte. Es gilt also im Rahmen der Aufgabenerstellung, geeignete Beispiele (auch bzw. vor allem aus dem Erfahrungsbereich der Schüler bzw. ihrer Lebenswirklichkeit) zu finden, die historische Bezüge aufweisen, aber auch von aktueller Relevanz sind. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Geschichtsunterricht bzw. historische Inhaltsbereiche nicht zum „Steinbruch“ für gegenwartsrelevante Themen werden, da damit der eigenständige Charakter der Geschichte verloren gehen würde.

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