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Bildungsstandards Geschichte

Bestandsanalyse, Standardkonzeption und Aufgabenentwicklung für das Fach Geschichte am Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungskompetenz und des Werteverständnisses

Martin Sachse-Weinert

Dieses Buch entwickelt auf Basis internationaler Diskussionen im Bereich der schulischen Pädagogik Standards für den gymnasialen Geschichtsunterricht. Nach den PISA-Studien besteht weiterhin die Notwendigkeit einer fachlichen Weiterentwicklung und der Implementierung nachhaltiger Standards in Bildung und Kompetenzorientierung. Mit Hilfe aktueller pädagogischer Theorien und der Auswertung gegenwärtiger Trends der Schulforschung werden Konzepte, Kompetenzen und Standards für das Fach Geschichte evaluiert. Dabei wertet der Autor zahlreiche nationale und internationale Beispiele empirischer Bildungsforschung aus, um eine enge Kombination von Theorie und Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards zu ermöglichen.
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2. Definitionen ausgewählter Begriffe

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Die bereits zu Beginn angesprochenen Transformationsprozesse im Bereich der schulischen Bildung und Erziehung gehen einher mit einer ansteigenden Begriffsvielfalt, häufig begleitet von einer zunehmenden Begriffsverwirrung.44 Dies ist zum einen erklärbar aus der Tatsache, dass im Bereich der Bildungsstandards oftmals Begriffe aus dem Englischen übernommen und für deutsche Verhältnisse adaptiert werden (müssen), bedingt beispielsweise auch durch die Internationalisierung von Schülerleistungstests wie PISA, die beispielsweise ein gleiches Verständnis von Kompetenzen voraussetzen.

Zugleich muss man konstatieren, dass auch im englischsprachigen Raum manche Begriffe nicht eindeutig definiert sind und Interpretationsspielraum offen lassen. Dabei spielt auch eine Rolle, dass Bildung und Erziehung an sich – und damit auch bildungspolitische Entscheidungen bzw. das Verständnis von Kriterien für ein gutes Bildungssystem – von Staat zu Staat, in Deutschland gar von Land zu Land unterschiedlich interpretiert werden.45 Benő Csapó, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität von Szeged sowie Leiter der Forschungsgruppe „Kompetenzentwicklung“ an der ungarischen Akademie der Wissenschaften, fasst diese für eine Vergleichbarkeit der Bildung und Schülerleistungen nachteilige Situation zusammen:

„The problem we face today is not a simple terminological confusion. In many European countries – especially in the Central- and Eastern-European educational systems – school education still focuses on the transmission of subject-matter knowledge. In a more or less efficient way, schools create expert-type knowledge, which is hardly utilized in everyday life. In the meantime, much less attention is paid to the development of students’ competencies, just because among those who design...

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