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Bildungsstandards Geschichte

Bestandsanalyse, Standardkonzeption und Aufgabenentwicklung für das Fach Geschichte am Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungskompetenz und des Werteverständnisses

Martin Sachse-Weinert

Dieses Buch entwickelt auf Basis internationaler Diskussionen im Bereich der schulischen Pädagogik Standards für den gymnasialen Geschichtsunterricht. Nach den PISA-Studien besteht weiterhin die Notwendigkeit einer fachlichen Weiterentwicklung und der Implementierung nachhaltiger Standards in Bildung und Kompetenzorientierung. Mit Hilfe aktueller pädagogischer Theorien und der Auswertung gegenwärtiger Trends der Schulforschung werden Konzepte, Kompetenzen und Standards für das Fach Geschichte evaluiert. Dabei wertet der Autor zahlreiche nationale und internationale Beispiele empirischer Bildungsforschung aus, um eine enge Kombination von Theorie und Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards zu ermöglichen.
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3. Lehrpläne und Unterricht im Fach Geschichte: Standards zum Mittleren Bildungsabschluss (Jahrgangsstufe 10)

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3.1 Geschichtsunterricht in Bayern: Der Status Quo

Eine vollständige Darstellung oder auch nur auszugsweise Vorstellung des Geschichtsunterrichts in Deutschland muss daran scheitern, dass sie zum einen die Richtlinien und Modalitäten in 16 Ländern zu berücksichtigen hätte, zum anderen aber auch deshalb, weil sich der Geschichtsunterricht derzeit in einer Phase des Umbruchs befindet.391 Da ein derartiger Versuch von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, beschränken sich entsprechende Publikationen entweder auf die knappe Vorstellung eines Status Quo392 oder sie fokussieren ein einzelnes Land, wie dies beispielsweise ULRICH BAUMGÄRTNER in seiner umfangreichen Studie zu Bayern durchgeführt hat.393 Vor diesem Hintergrund wird auch im Folgenden, wenn es um den Nachweis konkreter Beispiele geht, in erster Linie auf das Land Bayern Bezug genommen. Dies schließt die Einbeziehung weiterer Beispiele auch aus anderen Ländern und Staaten an geeigneter Stelle nicht aus, erlaubt aber eine Schwerpunktsetzung mit dem Ziel einer stringenten Argumentation. Bei der Erarbeitung der Ergebnisse wurde auf eine bundesweite Einsatzmöglichkeit Rücksicht genommen, in Einzelfällen (z. B. landesgeschichtliche Bereiche, regionale oder lokale Schwerpunkte) wird explizit auf Abweichungen von dieser Prämisse hingewiesen.

Nicht zuletzt die Ergebnisse der ersten zwei PISA-Studien 2000 und 2003 bedingten, dass in Bayern – wie in anderen Ländern auch – mit der Erarbeitung neuer Lehrpläne begonnen wurde. Da diese in manchen Schularten unmittelbar zuvor abgeschlossen worden waren394, konzentrierten sich in Bayern die ← 173 | 174 → Anstrengungen auf den Lehrplan für das Gymnasium, dessen...

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