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Die Gründung von Kapitalgesellschaften in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA

Eine rechtsvergleichende und rechtspolitische Studie

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Nikolaus Bunting

Das Werk vergleicht das deutsche und das angelsächsische Gründungsrecht. In Deutschland ist die Gründung von Kapitalgesellschaften vergleichsweise langwierig und teuer. Die angelsächsischen Rechtsordnungen erlauben hingegen schnelle und kostengünstige Gründungen. Während das deutsche Recht die Interessen von Gläubigern, Mitgründern und Anlegern bereits im Zeitpunkt der Gründung berücksichtigt, sorgt das angelsächsische Recht überwiegend erst nach dem Entstehen der Gesellschaft für einen entsprechenden Schutz. Der Autor beleuchtet die Vor- und Nachteile beider Systeme und kommt zu dem Schluss, dass das deutsche Gründungsrecht nicht reformbedürftig ist und rechtspolitische Gründe für dessen Erhalt sprechen.
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2. Teil: Hauptteil

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Der folgende Hauptteil der Arbeit gliedert sich in sieben Kapitel. Das erste Kapitel stellt Dauer und Kosten der Gründung von Kapitalgesellschaften in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA dar. Das zweite Kapitel vergleicht den Vorgang und den rechtlichen Rahmen der Gründung. Ziel ist es, herauszufinden, welche Unterschiede im Gründungsrecht letztlich zur vergleichsweise langwierigen und teuren Gründung in Deutschland führen. Das dritte Kapitel knüpft an die gewonnenen Erkenntnisse an und untersucht, welchem Zweck das weitreichendere deutsche Gründungsrecht dient. Im vierten Kapitel wird erörtert, ob und inwieweit das angelsächsische Recht funktional entsprechende Mechanismen enthält, um diejenigen Zwecke zu fördern, die das deutsche Gründungsrecht verfolgt. Dabei wird herausgearbeitet, dass das angelsächsische Recht funktional entsprechende Mechanismen enthält, allerdings außerhalb des Gründungsrechts, und dass sich damit zwei unterschiedliche Systeme gegenüberstehen: das deutsche ex ante-Schutzsystem und das angelsächsische ex post-Schutzsystem. Das fünfte Kapitel wird sodann untersuchen, ob das angelsächsische System dem deutschen überlegen ist und das deutsche Recht daher nach angelsächsischem Vorbild reformiert werden sollte. Nachdem diese Frage verneint wird, erörtert das sechste Kapitel, ob ein Systemwechsel aufgrund eines Wettbewerbs der Gesellschaftsrechte angezeigt ist. Auch dies wird letztlich verneint. Die Arbeit schließt mit dem siebten Kapitel, das der Frage nachgeht, inwieweit Deregulierungen des deutschen Gründungsrechts möglich sind, ohne dabei einen Systemwechsel herbeizuführen. Außerdem wird untersucht, ob jüngste Gesetzesreformen und aktuelle Auslegungsfragen sich in das geltende System...

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