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Kathedrale – Kunstgeschichte – Kulturwissenschaft

Ansätze zu einer produktiven Problemgeschichte architekturhistorischer Deutungen

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Christian Nille

Das Buch stellt erstmals die architekturhistorischen Deutungen der mittelalterlichen Kathedrale zusammen, welche die Forschung in den letzten rund 150 Jahren erarbeitet hat. Diese Deutungen verortet und diskutiert der Autor im Kontext der allgemeinen Kunstgeschichte sowie der Kulturwissenschaft. Ziel ist es, zentrale Forschungsprobleme und deren Lösungen aus den einzelnen Bereichen herauszuarbeiten und für die anderen Bereiche zu nutzen. Diese produktive Problemgeschichte geht zunächst wissenschaftsgeschichtlich vor, um die Ergebnisse dann für die aktuelle Forschung produktiv zu machen. Der Leser erfährt somit, wo die Forschung steht, auf welchen Traditionen sie beruht, welche Alternativen dazu existieren und wie sich einzelne Problemlösungen sinnvoll kombinieren lassen.
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3 Kulturwissenschaftliche Verortung der Kunstgeschichte

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„Über die Lage der Geschichtswissenschaft nachzudenken, ist gegenwärtig populär.“294

„Ob in Rezensionen von Büchern mit theoretischem Interesse, in Berufungskommissionen historischer Fakultäten oder in Hauptseminaren, es zeigt sich immer wieder eine tiefsitzende Abneigung der Historiker gegen theoretisches Denken. Nur noch die Kunstgeschichte kann sich mit der Geschichte messen, was ihre grundlegende Feindschaft gegenüber dem Eindringen von Theorie in die Disziplin angeht; diese beiden Disziplinen teilen darüber hinaus ein verwandtes Selbstverständnis, dessen gemeinsamer Nenner in der intimen Vertrautheit mit den Quellen besteht.“295

„Kulturgeschichte ist keine Generallösung für sämtliche historischen Probleme, aber sie ist auch weit mehr als nur eine weitere Bindestrichgeschichte, die sich mit einem begrenzten Ausschnitt der Vergangenheit zufrieden geben würde. Sie wirft neue Fragen grundsätzlicher Art auf, die die Auseinandersetzung mit der Geschichte in ihrer Gesamtheit betreffen und daher vor allem einen neuen Blick ermöglichen.“296

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