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Erster Weltkrieg: Kindheit, Jugend und Literatur

Deutschland, Österreich, Osteuropa, England, Belgien und Frankreich

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Hans-Heino Ewers

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit Kriegsbilder-, Kinder- und Jugendbüchern der Jahre 1914 bis 1918 aus nahezu allen kriegsbeteiligten Ländern sowie mit später erschienenen und aktuellen Jugendromanen, die sich rückblickend mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Zur Sprache gelangen daneben auch Kriegstagebücher von Jugendlichen sowie kriegsbegeisternde Lektüreerlebnisse. Die Zusammenstellung von Beiträgen aus den verschiedenen Ländern lässt zahlreiche Gemeinsamkeiten hervortreten. Dabei zeigt sich nicht nur hinsichtlich der durch das Gedenkjahr 2014 beflügelten jugendliterarischen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg ein deutlicher Aufarbeitungsvorsprung in der französisch- und englischsprachigen Welt.
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Kriegserfahrungen junger osteuropäischer Jüdinnen – festgehalten in zwei Tagebüchern

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”Imagine! In seeking a dreadful, critical time, the Jewish people…”: War experiences of young Eastern European Jewish girls recorded in two diaries 1914–1916 and 1917–1919. The essay deals with the diaries of young Polish Jewish girls from the time of the First World War. These diaries reflect not only the experience of war, they also give an insight into the life and problems of adolescents from orthodox Jewish families and show a long-lost world.

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In Tagebüchern spiegelt sich häufig das Leben gerade junger Menschen wider (vgl. Wuthenow 1990). Viele beginnen zu Beginn ihrer Pubertät, der vielfach verwirrenden Umbruchsphase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, mit dem Führen eines Tagebuchs. Meist dient es als Gesprächspartner, dem man Dinge anvertraut, die man den Eltern oder auch Freunden nicht (mehr) anver­trauen will. Einmal erwachsen, hören daher viele mit dem Schreiben eines Tagebuchs wieder auf, während anderen das Tagebuchführen inzwischen so selbstverständlich geworden ist, dass sie es ihr Leben lang fortsetzen.1 Ist es nicht die eigene persönliche Lebensituation, die als Schreibanlass dient, so sind es oft die äußeren Umstände, die dazu führen ein Tagebuch zu beginnen. Während das Adoleszenztagebuch vor allem in bildungsbürgerlichen Kreisen, in denen die Schreib- und Lesekultur ohnehin eine wichtige Rolle spielt(e), verbreitet war (und ist), kamen (und kommen) Menschen anderer Schichten nur dann zum Tagebuchschreiben, wenn sie meinen, in besonderen Zeiten zu leben. Das Reise- oder das...

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