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Erster Weltkrieg: Kindheit, Jugend und Literatur

Deutschland, Österreich, Osteuropa, England, Belgien und Frankreich

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Hans-Heino Ewers

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit Kriegsbilder-, Kinder- und Jugendbüchern der Jahre 1914 bis 1918 aus nahezu allen kriegsbeteiligten Ländern sowie mit später erschienenen und aktuellen Jugendromanen, die sich rückblickend mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Zur Sprache gelangen daneben auch Kriegstagebücher von Jugendlichen sowie kriegsbegeisternde Lektüreerlebnisse. Die Zusammenstellung von Beiträgen aus den verschiedenen Ländern lässt zahlreiche Gemeinsamkeiten hervortreten. Dabei zeigt sich nicht nur hinsichtlich der durch das Gedenkjahr 2014 beflügelten jugendliterarischen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg ein deutlicher Aufarbeitungsvorsprung in der französisch- und englischsprachigen Welt.
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Zuhören vom Rand des Schützengrabens: Erinnerungsfiguren des Ersten Weltkriegs und ihre Szenographien in der französischen Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart

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This contribution addresses contemporary French Children’s and Young Adult Literature about World War I. Selected texts from a larger corpus, which are representative for diverse modalities of the literary Culture of Remembrance presently in France, are analysed. As historical fictions or scenographies of one’s own situation of remembrance, the problem of the patriotic heritage of World War memories is reflected. These texts are also fields for experimentation for new forms of a literary adaption of the 20th century conflicts, which only respond to the need for revised forms and contents in cultural remembrance.

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Der beachtlich große Platz, den Kunst und Literatur über den Ersten Weltkrieg in Frankreich heute einnehmen, ist bereits des Öfteren angesprochen und analysiert worden.1 Beeindruckend ist in der Tat schon die bloße Zahl der literarischen Werke, in denen vom ‚Großen Krieg’, der Grande Guerre, erzählt wird. Vorsichtig geschätzt zirkulieren aktuell ungefähr 20 Kinder- und Jugend­bücher in diesem Segment auf dem französischen Buchmarkt – wobei die Übersetzungen vor allem aus dem Englischen nicht einbezogen sind.2 Hinzu kommt, dass einschlägige Jugendbuchautoren wie Arthur Ténor ihre Werke über den Ersten Weltkrieg zu den kommerziell erfolgreichsten zählen.3 Solche Sachverhalte lassen auf eine beachtliche Präsenz des Themas in Frankreich schließen, die zu beschreiben und zu analysieren im Folgenden versucht werden soll – auch deshalb, weil speziell ← 325 | 326 → die Literatur im kulturellen Gedächtnis des Ersten Weltkriegs in Frankreich traditionell ein großes Gewicht...

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