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Der Unternehmensführungsvertrag

Unter besonderer Berücksichtigung des Gesellschafts- und Konzernrechts

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Florian Böhm

Der Autor widmet sich der Analyse von Unternehmensführungsverträgen, die in der Praxis und in der Wissenschaft auch als Betriebsführungsverträge oder Managementverträge bezeichnet werden. Das mit diesem Vertragstypus bezweckte Outsourcing von Leitungsaufgaben kann in einem Spannungsverhältnis mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen eines Unternehmensträgers stehen. Der Autor zeigt die Konfliktbereiche auf und versucht, diese mit einem Rückgriff auf das Konzernrecht zu lösen. Zusätzlich untersucht er schuld- und arbeitsrechtliche Aspekte von Unternehmensführungsverträgen.
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1. Kapitel: Die Unternehmensführung als Vertragsgegenstand

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1. Kapitel:  Die Unternehmensführung als Vertragsgegenstand

§ 1.  Vorbemerkung zur methodischen Bestimmung von Vertragstypen

Der Unternehmensführungsvertrag ist ein Produkt der privatautonomen Gestaltung der teilnehmenden Parteien. Er kann deshalb in praxi in höchst unterschiedlichen Variationen auftreten. Um diesen Vertrag für die Rechtswissenschaft und für die Rechtsanwendung handhabbar zu machen, muss eine Abstrahierung und Systematisierung vorgenommen werden. Zur Systematisierung einer Vertragsart wird in der Rechtswissenschaft die Typologie als Methode herangezogen.13 Sie ist jedenfalls dann unproblematisch, wenn der Typenbegriff zur Darstellung oder als Ordnungsbegriff gesehen wird.14

Als Typenbegriff finden sich in der Rechtswissenschaft vor allem der empirische Realtypus, der normative Realtypus, der logische Idealtypus, der normative Idealtypus und der rechtliche Strukturtypus.15 Der empirische Realtypus umfasst in der Wirklichkeit auftretende Phänomene, die durch Erfahrungen bestätigt sind.16 Dieser Typus wird auch in der Literatur als Durchschnitts- bzw. Häufigkeitstypus bezeichnet.17 Eine weitere Art des empirischen Realtypus ist der Ganzheits- oder Gestaltungstypus.18 Nach dieser Art von Typisierung existiert eine gewisse Zahl von empirisch charakteristischen Eigenschaften, die den Typus bilden, ohne dass in jedem Einzelfall alle Eigenschaften erfüllt sein müssen, um einen Gegenstand diesem Typus zuzuordnen.19

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