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Glücksspiele

Eine verhaltens- und gesundheitsökonomische Analyse mit rechtspolitischen Empfehlungen

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Ingo Fiedler

Der Autor analysiert den Glücksspielmarkt in Deutschland umfassend theoretisch und empirisch und stellt seinen Nutzen den Kosten für die Gesellschaft gegenüber. Obwohl jeder Zweite gelegentlich an Glücksspielen teilnimmt, basiert das Geschäftsmodell der Anbieter auf einer kleinen Gruppe Spielsüchtiger. So stammen bei Spielautomaten sieben von zehn Euro von Abhängigen, die ihr Spielverhalten nicht kontrollieren können. Der Autor beziffert den gesamtgesellschaftlichen Schaden aus dem Glücksspielangebot in Deutschland und belegt die Notwendigkeit gesetzgeberischer Änderungen. Er empfiehlt ein Verbot des gewerblichen Automatenspiels und eine Abkehr von nutzlosen Sozialkonzepten.
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2 Definitionen von Glücksspiel

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In allen Teilen der Welt sind Glücksspiele auf die eine oder andere Art und Weise reguliert, da sie potentiell Schaden verursachen können. Damit keine ungefährlichen Spiele reguliert werden und auf der anderen Seite gefährliche Spiele nicht unreguliert bleiben, ist eine trennscharfe Abgrenzung von Spielen zu Glücksspielen notwendig. Nicht immer ist jedoch eindeutig, wann ein Spiel ein Glücksspiel ist und wann nicht. In diesem Kapitel wird zunächst die Glücksspieldefinition des deutschen Gesetzgebers vorgestellt, an die sich verschiedene Rechtsfolgen knüpfen. Anschließend wird auf die Abgrenzungsproblematik eingegangen, die diese Definition für die Spiele hervorruft, die sowohl einen Glücks- als auch einen Geschicklichkeitsaspekt aufweisen. Der letzte Abschnitt des Kapitels stellt die in dieser Arbeit verwendete Definition von Glücksspielen vor, die etwas weiter gefasst ist als die des deutschen Gesetzgebers und damit die Abgrenzungsprobleme zu Geschicklichkeitsspielen vermeidet. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die einzelnen Spiele, die unter diese Definition fallen, auf ihre Wohlfahrtswirkung hin untersucht. Sie werden damit einer Regulierung zugänglich, die sich sowohl an ihren Kosten als auch an ihrem Nutzen für die Gesellschaft orientiert.

2.1 Definition des deutschen Gesetzgebers und ihre Rechtsfolgen

Der deutsche Gesetzgeber knüpft die Regulierungsdichte von Spielen an die Frage, ob es sich um ein Glücksspiel handelt. Öffentliche Glücksspiele dürfen nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes veranstaltet, vermittelt oder beworben werden und werden anderweitig im Rahmen des § 284 StGB...

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