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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Einheimische Anfänge – Eine (kurze) Geschichte des Christentums in (Süd)Korea Oder: Was hat Theologie mit globalem Denken zu schaffen?

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Einleitung

Dieser Text ist insofern außergewöhnlich, als es sich um einen Aufsatz im Aufsatz handelt. Das Thema, das ursprünglich für eine Konferenz zum Thema „Christentum in Asien“ aufbereitet wurde, wird in diesem Essay nochmals im Hinblick auf „Wissenschaft und globales Denken“ neu bestimmt.

Der in drei Abschnitte aufgegliederte Hauptteil dieses Aufsatzes beschäftigt sich mit dem Christentum in Südkorea. Heutzutage ist zirka ein Drittel der Bevölkerung Südkoreas christlich, und die Religion spielt eine einflussreiche Rolle im Land. Diese Abhandlung untersucht, wie es dazu kam, dass das Christentum in Südkorea so großen Einfluss erlangte und wie die religiöse Situation in Südkorea sich heute darstellt.

Im Reflexionsteil des Textes wird dargelegt, welche Bedeutung einzelne Aspekte des Themas hinsichtlich globalen Denkens in der Wissenschaft haben. Außerdem wird die Wichtigkeit globalen Denkens für die Theologie diskutiert.

Vorbemerkungen

Gegenwärtig gibt es zwei koreanische Staaten. Dieser Aufsatz beschäftigt sich vor allem mit der Situation des Christentums in Südkorea. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es jedoch keine (offizielle) Trennung von Nord- und Südkorea. Diese Trennung vollzog sich mit dem Entstehen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) und der Republik Korea (Südkorea) 1948.1 In diesem Aufsatz bezieht sich die Bezeichnung Korea (für den Zeitraum nach 1948) falls nicht anders angegeben auf Südkorea. ← 317 | 318 →

Globales Denken – was bedeutet das?

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