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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Globales Lernen – ein Bildungskonzept zur Förderung von globalem Denken

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Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist von tiefgreifenden und raschen gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. Ob es sich um die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise handelt, die uns vor allem die Undurchschaubarkeit extrem vernetzter, global agierender Systeme vor Augen führt, ob es die globalen Gefährdungen natürlicher Lebensgrundlagen betrifft oder die unfassbare Gewalt transnationalen Terrorismus – wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass weltweite Verflechtungen, gegenseitige Abhängigkeiten und komplexe Entwicklungsprozesse politisches und gesellschaftliches Handeln wesentlich bestimmen. Bei all dem handelt es sich – je nach Standpunkt – um Folgen, Auswüchse, Begleiterscheinungen von umfassenden Globalisierungsprozessen. Der Begriff „Globalisierung“ ist mittlerweile bekannt und viel benutzt, seit den 1990er Jahren wird er als Deutungsfolie für viele, sehr unterschiedliche Entwicklungen und zur Beschreibung divergierender Phänomene verwendet.

Zentrale Entwicklungsprozesse werden heute verstärkt als Krisen wahrgenommen, wissenschaftliche Analysen sprechen von einer globalen Vielfachkrise1 oder von multiplen Krisen, wie sie etwa Brand schon 2009 beschrieb:

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