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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Sinologie und Globalität Praktische Erfahrungen vom 17./18. Jahrhundert bis heute

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China spielt in der heutigen „globalisierten“ Welt eine immer größere Rolle. Es ist eine der wirtschaftlich potentesten Staaten und in den letzten Jahrzehnten schrittweise zur Großmacht aufgestiegen. Spricht man heute über Globalisierung, fällt China unmittelbar ins Blickfeld. In diesem Zusammenhang kommt auch der Sinologie – der Chinakunde oder Chinawissenschaft – eine wichtige Bedeutung zu. Rückblickend betrachtet ist die Sinologie als im universitären Lehrplan verankerte Fachrichtung im Westen überhaupt erst im Rahmen der zunehmenden Vernetzung der Welt entstanden, zu einem Zeitpunkt, als sich westliche Politiker und Geschäftsleute zunehmend für das Land im Fernen Osten interessierten. Die Sinologie ist in diesem Zusammenhang, wie wir weiter unten darlegen werden, ein Produkt nicht nur des humboldtschen Bildungsideals des 19. Jahrhunderts, sondern auch des zunehmenden staatlichen Interesses an China, weil die Regierungen der führenden europäischen Staaten entsprechende sinologische Kenntnisse für ihre politischen und ökonomischen Zwecke benötigten.

Was nun haben wir unter Globalisierung, Globalgeschichte und Globalität zu verstehen? Und wie könnte eine „global“ oder „globalhistorisch“ ausgerichtete Sinologie aussehen? Was sollte es bedeuten, als Sinologe ein „globales Bewusstsein“ zu besitzen?

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