Show Less
Restricted access

Performance Measurement im Einzelhandel

Multiperspektivische Diskussion zur Implementierung und Verwendung von Erfolgskennzahlen auf der operativen Einzelhandelsebene

Series:

Verena Harrauer

Die Ausgestaltung von Performance Measurement orientiert sich an branchenspezifischen Charakteristika. Mit Hilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes zeigt die Autorin für den Einzelhandel, welche Erfolgskennzahlen relevant sind. Der Fokus liegt auf der Verwendung von Performance-Kennzahlen auf der Filialebene. Die Ausgangsbasis der Analyse bildet ein Literaturüberblick, der die kennzahlenorientierte Handelsmarketingforschung der letzten 50 Jahre beleuchtet. Problemzentrierte Leitfadeninterviews mit Handelsmanagern aus dem US-amerikanischen und deutschsprachigen Raum zeigen Unterschiede im Verständnis der Konzeption. Eine Face-to-Face-Befragung von Managern sowie ein conjoint-analytischer Ansatz präsentieren Relevanz und Nützlichkeit von Handelskennzahlen im Alltag.
Show Summary Details
Restricted access

3 Zielorientierung im Handelsmanagement-Prozess

Extract

3  Zielorientierung im Handelsmanagement-Prozess

Die Ausgestaltung von Performance Measurement in einem Unternehmen hängt von dessen Zielorientierung ab. „Ziele sind vom Entscheider oder einer Gruppe von Entscheidern gewollte und gewünschte Situationen, die als Ergebnis von Entscheidungen eintreten sollen“ und unterscheiden sich hinsichtlich Inhalt (bspw. ökonomische Ziele wie Gewinn), Ausmaß und zeitlichem Bezug (kurz-, mittel- oder langfristig) (Horváth 2011, 304; Liebmann/Zentes 2001, 35). Ziele müssen sich in eine hierarchische Ordnung innerhalb der Organisation einfügen und weiters muss darauf geachtet werden, dass sie vollständig, transparent, kongruent mit dem Unternehmen und widerspruchsfrei formuliert sind (Müller-Hagedorn et al. 2012, 151). Sie dienen dazu, einerseits die Richtung, in welche sich ein Unternehmen entwickeln soll, vorzugeben und andererseits Manager/innen und Mitarbeiter/innen zu motivieren, diese zu erreichen bzw. sogar zu übertreffen (Schröder 2012b, 19; Shi/Chen 2007, 752). Unter dieser Blickrichtung entscheidet sich auch, was unter „Effektivität“ und „Performance“ verstanden wird (Clark 2000, 7). Schon Simon (1959) diskutierte in seinem Werk „Theory of the firm” Gewinnmaximierung als oberstes Ziel von Unternehmen, womit Kennzahlen wie Gewinn, Marktanteil und Umsätze im Mittelpunkt stehen. Diese finanziell ausgerichtete Orientierung deckt jedoch nicht alle Ergebnisse von Unternehmensaktivitäten ab. Aus diesem Grund werden weitere Subziele formuliert, die unter dem Begriff „psychologische Marketingziele“ zusammengefasst werden (Bruhn 2012, 26). Handelsunternehmen, deren Kernkompetenzen in der Serviceorientierung7 liegen, unterscheiden sich in diesem Zusammenhang wesentlich von produzierenden Unternehmen. Sie fokussieren sich auf immaterielle Bestandteile wie Kund/innenorientierung oder Mitarbeiter/innenorientierung (Rudolph/Nagengast 2013, 3). Handelsmanager/innen versuchen dementsprechend nicht nur die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.