Show Less
Restricted access

Diatopische Varietäten im Englischunterricht

Konzepte, Unterrichtspraxis und Perspektiven der Beteiligten in der Sekundarstufe II

Series:

Silvie Kruse

Beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache begegnen Lerner innerhalb wie außerhalb des Unterrichts einer Vielzahl diatopischer Varietäten der Sprache. Dieser Band fokussiert die Ursachen und Folgen diatopisch heterogener Lehr-Lernkontexte sowie didaktische Potenziale und Ziele einer unterrichtlichen Reflexion über die diatopische Variation des Englischen. Basierend auf einer empirischen Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der Beteiligten in zwei Englischkursen der Sekundarstufe II liefert der Band Anregungen für einen angemessenen Umgang mit der diatopischen Vielfalt der Zielsprache im Unterricht. Mithilfe der Ergebnisse zeigt die Autorin mögliche Konsequenzen für die Lehrerbildung und die Lehrwerkentwicklung auf.
Show Summary Details
Restricted access

3. Die diatopische Vielfalt des Englischen – Perspektiven von Sprachverwendern

Extract

← 44 | 45 →

3.  Die diatopische Vielfalt des Englischen – Perspektiven von Sprachverwendern

„[The] three circles […] bring to English a unique cultural pluralism, and a linguistic heterogeneity and diversity which are unrecorded to this extent in human history. With this diffusion, naturally, come scores of problems concerned with codification, standardization, nativization, teaching and description – and, of course, a multitude of attitudes about recognition of various varieties and subvarieties“ (Kachru 1985: 14f.).

Inzwischen grenzen sich nicht nur die ehemaligen Kolonien des britischen Weltreichs im Inner Circle, sondern mehr und mehr auch die ehemaligen britischen und amerikanischen Kolonien im Outer Circle mit wachsendem Selbstbewusstsein vom ehemaligen kolonialen Zentrum ab – unter anderem durch das Beharren auf ihre eigenen Varietäten des Englischen. Dadurch ist das Englische zu einer plurizentrischen Sprache mit mehr als einer Standardvarietät geworden, wie es etwa auch das Deutsche ist. In der Legitimierung eigener Standardvarietäten in verschiedenen Gebieten der Anglophonie zeigt sich bereits deutlich die enge Verknüpfung zwischen Sprache und Affektion, die sich etwa in Normvorstellungen, der Anerkennung einer Varietät als sprachlichen Standard, Auffassungen von Korrektheit und der Zuschreibung von mehr oder weniger Prestige zu unterschiedlichen Varietäten ausdrückt. Ebenfalls zeigt sich darin das Potenzial von Sprache für den Ausdruck von Identität (sowohl von Individuen als auch von Gruppen). Eine zentrale Rolle spielen hierbei zudem Spracheinstellungen. Diese Aspekte werden in diesem Kapitel näher beleuchtet – immer auch in Zusammenhang mit ihrer Bedeutung für den Unterricht von Englisch als...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.