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Die Tätigkeit von Schulpsychologen

Eine Untersuchung an beruflichen Schulen in Bayern

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Tobias Greiner

Tobias Greiner befasst sich in seinem Buch mit der Berufsgruppe der Schulpsychologen, über deren Tätigkeit sehr unterschiedliche Vorstellungen kursieren. Anhand einer spezifischen Berufsfeldgruppe – den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus dem beruflichen Schulwesen in Bayern – erfasst er systematisch die schulpsychologische Tätigkeit in ihrem Wirkungsgefüge. Über eine schriftliche Vorab-Befragung, ein leitfadengestütztes, problemzentriertes Experteninterview sowie ein strukturiertes Telefoninterview erreicht der Autor einen tiefgreifenden und gleichzeitig breiten Datensatz. In einer Vollerhebung werden sämtliche für die schulpsychologische Tätigkeit relevanten Determinanten aus Sicht dieser Personengruppe aufgearbeitet.
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2.3.5.3 Empfehlung der Kultusministerkonferenz `Beratung in Schule und Hochschule`

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Zudem ist laut der Resolutionsgespräche „ein wesentliches Kennzeichen schulpsychologischer Qualifikation die Verbindung eines Universitätsstudiums der Psychologie einschließlich abgelegter Diplom-Hauptprüfung bzw. Hauptfachpromotion mit abgeschlossener Lehrerausbildung“ (INGENKAMP 1966, S. 187). In diesem Zusammenhang sollten in den darauf folgenden Jahren geeignete Lehrkräfte mit Verfügungsstunden für ein nachträgliches Psychologie-Studium ausgestattet und vom Schuldienst zeitweise freigestellt werden. Maßgebend bedingt durch die Ergebnisse der Dortmunder Resolution stieg die Zahl der Schulpsychologen in den darauffolgenden Jahren bis 1974 auf das Vierfache, also 422 Personen (vgl. WEGNER 1984, S. 127).

Ausgehend von der Dortmunder Resolution wurden bis in die 1970er Jahre in allen Bundesländern Initiativen zur Reform des Bildungswesens ergriffen und Reformvorhaben eingeleitet, was einen guten Nährboden für die Implementierung schulpsychologischen Arbeitens darstellte. Im Zuge der damaligen Reformen des Schulwesens und auf Basis differierender schulpolitischer Entscheidungen der einzelnen Länder wurden unterschiedliche Konzepte von Schulberatung und damit verbunden Arbeitsanweisungen für Schulpsychologen entwickelt (vgl. AURIN et al. 1977, S. 23; AURIN 1996, S. 83).

2.3.5.3Empfehlung der Kultusministerkonferenz `Beratung in Schule und Hochschule`

Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) fasste mehrere Aufsätze, welche sich mit den Themenkomplexen `Beratung in der Schule` und `Beratung in der Hochschule` auseinandersetzten, in ihrer Beschlussempfehlung vom September 1973 zusammen (vgl. KMK 1997, S. 9 ff). Übergeordnetes Ziel war, allen Erfordernissen der Beratung in Schule und Hochschule gerecht zu werden. In Bezug auf die Schulberatung heißt es...

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