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Dabeisein, Mitmachen und Mitgestalten im Wohnheimalltag

Von der Selbstbestimmung zur Aktiven Partizipation Erwachsener mit intellektueller Beeinträchtigung

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Simon Christian Meier

Im Buch wird aufgezeigt, wie Aktivität und Partizipation von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Wohnheimalltag möglich ist. Ziel des Autors ist es, über eine ausführliche Darstellung und Beurteilung des Selbstbestimmungsbegriffes die Brücke hin zum neuen Konzept der «Aktiven Partizipation» zu schlagen. Mit Hilfe der sogenannten Konversationsanalyse wertet er ca. 90 Stunden Videomaterial aus, das über Kamerabrillen erhoben wurde. Er zeigt auf, dass Aktivität und Partizipation möglich wird, wenn zwischen den Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und den Betreuungspersonen Kooperationsverhältnisse gelingen. Diese Kooperationsverhältnisse werden von ihm systematisch erfasst, illustriert und detailliert beschrieben.
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Vorwort des Herausgebers

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Der elfte Band der Schriftenreihe Behindertenpädagogik und Integration befasst sich mit einer Thematik, die sehr eng mit den Begriffen ‚Selbstbestimmung‘ und ‚Partizipation‘ verknüpft ist. In heil- und sonderpädagogischen Diskursen scheint auf den ersten Blick vor allem die Frage der Selbstbestimmung eine zentrale Rolle zu spielen, was durch die Debatte um die inhaltliche Ausdeutung und praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einen weiteren Bedeutungszuwachs erhalten hat. Dies vor allem hinsichtlich deren Realisierung in allen Lebensbereichen und über alle Altersstufen der Menschen hinweg, die nicht nur als behindert etikettiert wurden, sondern als geistigbehindert gelten oder als schwer und/oder mehrfach, schwerst-mehrfach, komplex oder intensiv beeinträchtigt eingestuft werden. Vielfach – und vor allem von der Bewegung „People-first“ bevorzugt -, ist von ‚Menschen mit Lernbeeinträchtigungen, kognitiven oder intellektuellen Beeinträchtigungen‘ die Rede, von ‚anders Begabten‘ oder von ‚Menschen mit besonderen Fähigkeiten‘. So berechtigt es ist, dass die People-First-Bewegung die Zuschreibung einer geistigen Behinderung als diskriminierend ablehnt, enthebt das nicht der Feststellung, dass die alternativen Begriffe kaum mehr sind als euphemistische Verstellungen der heute in der Pädagogik tatsächlich herrschenden Auffassungen über diese Menschen, was sich allein darin mehr als deutlich ausdrückt, dass selbst die absolute Mehrzahl der Integration/Inklusion behinderter Menschen ins reguläre Bildungssystem befürwortetenden Wissenschaftler und Fachpersonen es für erforderlich halten, dem eruierten ‚sonderpädagogischen Förderbedarf‘ folgend, diesen Personenkreis weiterhin segregiert und damit in Sonderschulen inkludiert zu ‚fördern‘. Von Bildung ist dann nicht mehr die Rede! Das gilt aber nicht nur bezogen auf...

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