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Sterben und Tod bei Hochaltrigen

Die Rolle von Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität

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Ortrun Reidick

Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit ist eines der großen Menschheitsthemen. Unmittelbar konfrontiert sind damit, statistisch gesehen, insbesondere Menschen über 85 Jahre. Doch wie gehen hochaltrige Personen damit um? Hierzu liegen bislang nur wenige Erkenntnisse vor. Die Autorin stellt zunächst Einstellungen zu Sterben und Tod umfassend aus kulturhistorischer und psychologischer Sicht dar. Anschließend präsentiert sie empirische Ergebnisse einer Studie, in der Hochaltrige erstmalig Einblicke in das Tabuthema gewährten. Welche Zusammenhänge bestehen zu Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität? Der Leser erfährt, wie man sich oder Angehörige im Umgang mit dem Lebensende unterstützen kann. Denn Akzeptanz ist auch im hohen Alter möglich, wie die Studie eindrucksvoll belegt. Dieses Buch wurde mit dem Willi-Abts-Preis 2014 der Albert und Loni Simon Stiftung in Mainz zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter ausgezeichnet.
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6. Diskussion und Ausblick

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Im nachfolgenden Kapitel werden die Ergebnisse zunächst unter Punkt 6.1 zusammengefasst und anschließend interpretiert. Unter Punkt 6.2 erfolgt die Diskussion der Stärken und Schwächen der vorliegenden Arbeit mit Einordnung des theoretischen und empirischen Beitrags der Studie sowie methodologischen Überlegungen zur Entwicklung und Überprüfung des Rahmenmodells zur Erklärung der Einstellungen zu Sterben und Tod im hohen Alter. Unter Punkt 6.3 erfolgt die Ableitung von Handlungsempfehlungen. Die Arbeit schließt mit dem unter Punkt 6.4 gegebenen Ausblick auf zukünftige Forschung sowie einem Fazit.

6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

Ausgehend von der anfangs beschriebenen Problemstellung des demografischen Wandels bei abnehmender Geburtenrate und zunehmender Lebenserwartung richtete sich der Fokus der vorliegenden Arbeit auf das am stärksten wachsende Bevölkerungssegment Deutschlands, die Hochaltrigen. Just für diese chronologisch mit dem Tod am unmittelbarsten konfrontierte Personengruppe fehlt es bislang weitgehend an Erkenntnissen zu deren Einstellungen gegenüber ihrer eigenen Sterblichkeit. Diese könnten aber zusätzliche Determinanten eines erfolgreichen Alterns darstellen und einen wichtigen Beitrag zum subjektiven Wohlbefinden leisten. Denkbar ist jedoch im umgekehrten Fall auch deren Beteiligung an der Entstehung von Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit, wie etwa der Entwicklung von Altersdrepression oder einer insgesamt verminderten Lebenszufriedenheit. Dabei interessierten vor allem die folgenden Aspekte:

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